Ersatzarbeitsplätze im Bergbau |
| Leserbriefe |
| Freitag, den 01. August 2008 |
|
Wie sehen denn im Moment die Ersatzarbeitplätze aus? Einigen Kumpeln wurde angeboten, Kopfschlächter zu werden. Die Geschäftsführung meint wohl, wer hart genug für den Bergbau ist, kann auch den Kopf von toten Tieren abhacken. Andere Kollegen wurden in kleinere Firmen abgeschoben, wo sie dann nach einigen Monaten entlassen wurden. Diese Firmen haben sich dann als Transfergesellschaften dafür missbrauchen lassen. Es gäbe genug Ersatzarbeitsplätze für die Kumpel, wenn der unterirdische Schienenverkehr ausgebaut werden würde, aber die Regierung, und mit ihr auch Länder und Kommunen, haben ja angeblich kein Geld für solche Projekte. Sie stecken lieber Milliarden von Euro in wackelige Banken oder als Subventionen in internationale Firmen als in fortschrittliche Projekte zu investieren.
![]() Um diese Arbeitsplätze als Ersatzarbeitsplätze zu schaffen, muss sich jeder, der mit dieser Politik nicht einverstanden ist, organisieren und gegen diese Machenschaften vorgehen! Es ist doch nicht nur wichtig, dass man eine Arbeit hat, sondern dass man sich auch seine Würde bewahrt.
Das ist heute umso wichtiger, als die Hartz-IV Gesetze einen zu jeder Arbeit verpflichten. Auch wenn viele Kumpel es nicht wahrhaben wollen, aber ihr Kampf gegen die Regierung 1997 hatte Erfolg. Deshalb ist es auch jetzt wichtig, sich nicht von Massenmedien und Politikern beeinflussen zu lassen und für genügend Ersatzarbeitsplätze mit unbefristeten Arbeitsverträgen zu kämpfen.
Dieser Kampf ist nicht nur heute, sondern auch für die Zukunft sehr wichtig. Wo sollen denn unsere Kinder arbeiten, wenn alle Firmen schließen und ins Ausland gehen, um dann noch vom Staat Subventionen zu kassieren? Wo bleiben die kleinen Kioskbesitzer und die anderen Kaufleute, die von den Kumpeln leben? Sollen wir den Mund und diesem System noch die Stange halten? Bestimmt nicht!
Organisieren wir uns, machen wir selber Politik, damit die hohen Herrschaften feststellen, dass wir auch ohne diese feine Gesellschaft auskommen, aber die nicht ohne uns.
Manfred Laade, Witten |

