AUF Witten ist ein überparteiliches Personenwahlbündnis, das weltanschaulich offen ist und für ein kulturübergreifendes Zusammenleben eintritt. Wir treten ein für eine direkte Demokratie. AUF Witten ist getragen vom Gedanken der Gleichberechtigung und der internationalen Solidarität!

Nach Artikel 139 des Grundgesetzes ist jede Form der faschistischen Betätigung in Deutschland verboten. Dazu ist kein Parteiverbot nötig. Parteien wie Pro NRW oder NPD dürften gar nicht zugelassen sein.

Faschisten, Nationalisten und religiöse Fanatiker sind ausdrücklich von einer Mitarbeit bei AUF Witten ausgeschlossen. Menschen Rechte zuzugestehen, die diese abschaffen wollen, und die andere Menschen anhand ihrer Rasse und Herkunft be- und verurteilen, kann man kein Mitspracherecht gewähren! Da Faschismus keine Meinung  ist, sondern ein Verbrechen, kann für faschistische Propaganda und Politik auch nicht das Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch genommen werden! Wehret den Anfängen!

Schluss mit der Kriminalisierung des Rebellischen Musikfestivals!

Polizeichef Löther: Zensur und Unterdrückung gegen Rebellisches Musikfestival
Wir erklären: Jetzt erst Recht!

Vom 18.-20. Mai findet das Rebellische Musikfestival in Truckenthal/ Südthüringen statt. Bundesweit 40 Festival-AGs sind freudig im Endspurt zur Vorbereitung des selbstorganisierten Festivals, als folgendes passierte:

Am 15. Mai, erhielt ein Schirmherr des Festivals, Stefan Engel1, einen skandalösen Brief des Leiters der Landespolizeiinspektion Saalfeld, Dirk Löther. Darin droht er, gegen „Organisatoren und Unterstützer der Veranstaltung sowie im Einzelfall gegen Veranstaltungsteilnehmer freiheitsbeschränkende und freiheitsentziehende Maßnahmen“ durchzuführen.

Konkreter Vorwand ist der Auftritt der türkischen oppositionellen Band „Grup Yorum“. Herr Löther wirft ihr vor, dass sie „die staatliche Ordnung in der Türkei im Sinne eines kommunistischen Absolutregimes“ verändern wollte.

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Gegen die Zensur und Kriminalisierung von Grup Yorum und dem Rebellischen Musikfestival! Hoch die internationale Solidarität!

Pressemitteilung des Rebellischen Musikfestival e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind stolz, dass mit Grup Yorum in diesem Jahr die populärste linke türkische Oppositions-Musikgruppe auf dem Rebellischen Musikfestival spielen wird!

Vor 33 Jahren nach dem Militärputsch in der Türkei gegründet, haben sie mittlerweile sechs Millionen Tonträger verkauft und vor Millionen Menschen gespielt. All die Jahre waren und sind sie staatlicher Verfolgung ausgesetzt: Konzerte werden in der Türkei verboten, Einreiseverbote in andere Länder verhängt, Bandmitglieder verhaftet und ihre Kulturzentren überfallen. Dieses Jahr hat das faschistische Erdogan-Regime ein Kopfgeld auf mehrere Mitglieder von Grup Yorum ausgesetzt.

Mit Empörung haben wir heute erfahren, dass der Verfassungsschutz nun Informationen über den Auftritt und die Band beim 3. Rebellischen Musikfestival einholen will. Die Stadt Schalkau fordert eine „namentliche Benennung der Bandmitglieder sowie die Vorlage der geplanten Lieder und Liedtexte schriftlich vorzulegen.“

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Auf dem rechten Auge blind?

Gemeinsame Stellungnahme des soziokulturellen Zentrums „Trotz Allem“ und des Bündnisses „Ennepe-Ruhr-Kreis stellt sich quer“ zur WAZ-Berichterstattung über die Neonaziangriffe am 14. April 2018

Als Antifaschisten, die sich seit Jahren gegen rechtes Gedankengut und gegen die Aktivitäten der lokalen und regionalen extremen Rechten engagieren, mussten wir den am vergangenen Montag erschienen WAZ-Artikel „Rechte und linke Demonstranten prügeln sich im Zug nach Witten“ mit
großem Unverständnis zur Kenntnis nehmen.

Die von der Autorin des Artikels, Frau Britta Bringmann, getätigte Aussage „verfeindete Gruppen“ hätten im Zug eine „Auseinandersetzung“ gehabt, relativiert den neonazistischen Angriff, der tatsächlich stattgefunden hat: Die sich nach ihrem Aufmarsch in Dortmund auf der Abreise befindenden Rechten hatten etwa zwei Minuten nach der Abfahrt in Dortmund versucht, ein Zugabteil zu stürmen, in dem sich neben einer Gruppe abreisender Gegendemonstranten auch gänzlich unbeteiligte Fahrgäste befanden. Dabei prügelten sie auf die sich zu verteidigen versuchenden Antifaschisten ein und schreckten auch nicht davor zurück mit u.a. Flaschen zu werfen. Sie nahmen so, ihrer nationalsozialistischen und menschenverachtenden Ideologie folgend, schwerste Verletzungen in Kauf. Den Umstand, dass sich die im Zugabteil anwesenden Antifaschisten zur Wehr setzten und sich nicht einfach verprügeln ließen, als Prügelei zwischen linken und rechten Demonstranten hinzustellen, ist eine Verhöhnung der Opfer dieser hinterhältigen Attacke und für uns als Antifaschisten im Ennepe-Ruhr Kreis nicht akzeptabel.

Auch die Aussage der WAZ, dass am Witten Hauptbahnhof „bereits ein Großaufgebot der Polizei parat stand“, entspricht nicht dem, was Zeugen übereinstimmend berichten. Nach deren Aussagen stand der Zug bereits etwa zehn Minuten im Bahnhof, während die Rechten weiter randalierten und unter anderem Flaschen auf Reisende warfen, die über den Bahnsteig gingen, bis die Polizei anrückte.

Dass die WAZ, auch nachdem sich Betroffene und Zeugen des Naziangriffes bei der Redaktion meldeten und in der Online-Kommentarspalte Widerspruch gegen den im Artikel beschriebenen Ablauf der Vorkommnisse eingelegt wurde, sich bis heute nicht dazu berufen fühlte, ihre Recherchen zum Thema, die bisher wohl nicht über „So meldete es die Polizei“ hinausgingen, zu intensivieren um zu einer möglichen Neubewertung der Situation zu kommen, finden wir bedauernswert. Wenn wir mit dieser Stellungnahme zu einer ausgewogeneren Berichterstattung beitragen könnten, würde uns das hingegen sehr freuen.

Solidarität der Koordinierungsgruppe Kommunalwahlbündnisse mit Monika Gärtner-Engel (AUF Gelsenkirchen) gegen die feigen Morddrohungen

Faschistische Kräfte zeigen immer offener ihren wahren Charakter und schrecken selbst vor Morddrohungen nicht zurück. Das muss man nicht nur ernst nehmen, sondern ist ein Signal an alle demokratischen Kräfte sich dagegen solidarisch zusammen zu schließen. AUF Witten schließt sich der Solidarität uneingeschränkt an.

Liebe Monika Gärtner-Engel,

vom heutigen Treffen der alternativen, fortschrittlichen Kommunalwahlbündnisse in Essen versichern wir dir und allen weiteren von den faschistischen Morddrohungen Betroffenen in Gelsenkirchen unsere unverbrüchliche Solidarität! Seit vielen Jahren bist du eine Kommunalpolitikerin, bei der Wort und Tat eins sind. Für unsere gemeinsame Arbeit, für die alternative Kommunalpolitik bist du uns ein Vorbild an Klarheit und prinzipieller Auseinandersetzung, mit der du oft genug unsere Treffen bereichert und weiter entwickelt hast.

Nach der Bundestagswahl reicht der verschärfte Rechtsruck der etablierten Parteien bis in deren Gliederungen und zu Mandatsträgern vor Ort. Das spielt nicht nur der faschistoiden AfD gerade im Revier in die Hände, sondern bereitet solchen feigen Morddrohungen und Aktionen faschistischer Elemente den Boden. AUFrechte Kämpferinnen wie Du sind denen ein Dorn im Auge. Umso mehr heißt es für uns wachsam zu sein. Wir haben heute beschlossen, eine gemeinsame Stellungnahme zu erarbeiten über die menschenfeindliche, oft ignorante und rassistische Rolle der AfD und anderer faschistoider Gruppen in der Kommunalpolitik unserer Städte.

Wehren wir den Anfängen - Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!

Herzliche Grüße
i.A. Dietrich Keil

2018  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern