Herz für Kinder? Fehlanzeige!

Kategorie: Kinder und Jugend Leserbriefe
Veröffentlicht: Samstag, 22. Februar 2014
Geschrieben von A.S. Witten
Bei unserer Aktion Kinderfreundliches Witten gestalteten Kinder unter anderem auch dieses Transparent.
Bei unserer Aktion Kinderfreundliches Witten gestalteten Kinder unter anderem auch dieses Transparent.

Die Kindergärten vor Ort befürchten, dass die Erhöhung der Energiekosten im nächsten Jahr von ihnen nicht mehr zu stemmen sind! Die katholischen Kindergärten in Bommern haben dieses dringliche Problem bereits öffentlich ange­sprochen.

Ganz anderes aber die Stromkosten der Industrie: noch nie waren die Rabatte für ihre Stromkosten so hoch wie heute, und das, obwohl sie ein vielfaches vom Strombedarf eines Kindergartens verbrauchen!

Auch an anderer Stelle wird auf Kosten der Kinder gespart, um diese Subventionspolitik bezahlen zu können. So sind die für Kindergartengruppen mit 27-30 Kindern gesetzlich verankerten anderthalb festen Tageskräfte bei weitem nicht ausreichend. So kann man Kinder nicht richtig entwickeln, sondern höchstens beaufsichtigen. Dabei weiß jeder, dass diese ersten Kleinkindjahre entscheidend sind für den weiteren Lebensweg.

Eine mir bekannte Elterninitiative hat in ihrem Kindergarten auf der Annenstraße (neben Firma Böhmer) vier feste Kindergärtnerinnen für eine Gruppe von 30 Kindern durchgesetzt.

Ein wie ich finde optimales Angebot für Kinder und Personal.

Davon inspiriert habe mich schriftlich an die Siedlungsgesell­schaft am Lutherplatz mit der Bitte gewandt, ein Kindergartenprojekt zum Beispiel zusammen mit den Stadtwerken auf die Beine zu stellen.

Doch auf ein positives Zeichen warte ich noch heute. Keine Antwort, weder schriftlich, tele­fonisch noch per E-Mail.

Der richtige Slogan, „die Zukunft gehört den Kindern“ wird deshalb bestimmt nicht von solchen fest im Sattel sitzenden Betonköpfen in die Tat umgesetzt werden.

Eine solche Erwartung wäre reines Wunschdenken angesichts fehlender zeitgemäßer Veränderungen und Taten.

Mein Mann und ich haben beide lange Zeit fest daran geglaubt, dass die Eliten in unserem Land, so mittelmäßig sie auch sind, auf allen politischen Ebenen das Beste für alle wollen.

Doch in Wahrheit verfolgen sie nur ihre eigenen profitorientierten Interessen!

Bei AUF Witten dagegen stimmen Wort und Tat überein. Lasst Euch weiterhin durch nichts aus der Bahn werfen und bleibt am Ball!

Eure alternative Kommunalpolitik ist die richtige Antwort, denn neue Herausforderungen erfordern neue Zielsetzungen.

A.S., Witten

Kinder erleben nichts so

scharf und bitter

wie

Ungerechtigkeit

Charles Dickens

Witten im AUFbruch 1/2014