Die Montagsdemobewegung gegen die Hartz-Gesetze gibt es in Deutschland seit 2004. Zunächst in Ostdeutschland, später in fast 200 Städten Deutschlands, heute immer noch in über 100 Städten, gehen Menschen jeden Montag auf die Straße gegen die Hartz-Gesetze. Insbesondere die Einführung von Hartz IV hat einen Niedriglohnsektor geschaffen. Das Lohnniveau wurde seitdem um über 30% gesenkt, gleichzeitig nehmen Terror und Druck auf den Ämtern zu. Die Kommunen werden dazu mit den Sozialausgaben belastet, was vorher der Staat übernommen hatte. Alleine in Witten sind das über 4 Millionen Euro jährlich.

Längst geht es jedoch nicht mehr nur um Hartz IV, sondern vor allem um eine gesellschaftliche Perspektive. Die Themenvielfalt ist so bunt wie das tägliche Leben, denn Hartz IV hält in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens einzug. Entsprechend findet eine zunehmende gesamtgesellschaftliche Debatte auf der Montagsdemo statt, nach der Frage, wie die Probleme gelöst werden können. Der Montag hat sich zunehmend zum Tag des Widerstands entwickelt.

AUF Witten ist Initiator der Wittener Montagsdemo und unterstützt die Bewegung weiterhin. Sie ist von Beginn an ein offenes Forum für alle geworden. Das offene Mikrofon ist ihr Wesensmerkmal. Deshalb rufen wir Sie auf:

Kommen Sie zur Montagsdemo!

Jeden Montag, 17 Uhr an der Bahnhofstraße/Ecke Nordstraße

14 Jahre beständiger „Tag des Widerstands“

„… Beteiligt euch, dann kommt die Zukunft schon!“ So endete ein Gedicht eines Montagsdemonstranten aus Witten der zur 14-Jahres-FeierMontagsdemo in Witten.

Über 30 feste Teilnehmerinnen und Teilnehmer und bis zu 100 Zuhörer auf dem Berliner Platz folgten der Feier.

Gratulationen zum beständigen „Tag des Widerstands“ an der ganzen Bandbreite der Fragen gab es von einer Reihe von regelmäßigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern; von Frauen vom Frauenverband Courage; vom Ratsvertreter Achim Czylwick von AUF-Witten. Anna Vöhringer sprach für den Jugendverband REBELL. Der Vertreter der MLPD hob die große Bedeutung der weiter wachsenden Zusammenarbeit gegen die Rechtsentwicklung der Regierung und die solidarische Diskussion über eine antikapitalistische Alternative hervor. Ein Vertreter der Arbeitsloseninitiative brachte seine solidarische Grüße für den gemeinsamen Kampf gegen die unmenschlichen Hartz-Armutsgesetze.

Ein Rentner – der wie viele andere auf dem Berliner Platz lange zugehört hatte - fühlte sich herausgefordert und hat erstmals das Wort am offenen Mikrofon ergriffen und sich dafür ausgesprochen unbedingt die Kritiken an der herrschenden Politik klar auf den Tisch zu bringen und zugleich auch Alternativen aufzeigen und - wie er es nannte - „gesprächsbereit“ zu sein. Mit mehreren musikalischen Einlagen und anschließenden Sekt und Orangensaft wurde die Jahresfeier würdig nach über einer Stunde abgeschlossen. Die Montagsdemo verabschiedete eine Solidaritätserklärung mit den unbefristet streikenden Mitarbeitern des Essener Uni-Klinikums.

Montagsdemo ruft zum aktiven Widerstand gegen Kriegsvorbereitung auf!

Weltweit blicken die Menschen mit Sorge nach Syrien. Droht uns ein dritter Weltkrieg? 450.000 Menschen mussten bereits ihr Leben in diesem Stellvertreter-Krieg lassen. Viele
imperialistischen Mächte sind daran beteiligt u.a. USA, Russland, Iran, Saudi-Arabien, Israel, Türkei. Auch Großbritannien, die EU und Deutschland sind aktiver Teil der Kriegsmaschinerie.

Die bundesweite Montagsdemobewegung ruft zum breiten und aktiven Widerstand gegen diese imperialistische Kriegstreiberei auf.  Gegen die von den Medien verbreiteten Gefühle der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins muss der Friedenswille der Menschen auf der ganzen Welt sich durchsetzen und in einen aktiven Kampf für den Weltfrieden übergehen. Wir brauchen den breiten Zusammenschluss aller friedensliebenden Menschen.

Die Wittener Montagsdemo schlägt vor den Protest gegen die Kriegsvorbereitung und die Solidarität mit den betroffenen Menschen am Montag den 16.4.2018 zu ihrem Hauptthema zu machen. Am offenen Mikrofon kann wie immer jeder friedensbewegte Mensch dazu beitragen. 17.00 Uhr Berliner Platz Witten.

Montagsdemo am 5.2. zum Einmarsch der Türkei in die Region Afrin

Liebe Montagsdemonstranten, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Euch und Sie ganz herzlich ein zur nächsten Montagsdemo am 5.2. um 17:00 Uhr am Berlinerplatz/ Ecke Nordstr.

Weltweit blicken die Menschen nach Nordsyrien. Mit seinem völkerrechtswidrigen Einmarsch am 21. Januar in die Region Afrin hat das türkische Erdogan-Regime eine neue Phase im Syrien-Krieg eingeläutet. Nach der weitgehenden militärischen Niederlage des faschistischen IS wollen jetzt die verschiedensten imperialistischen und neuimperialistischen Mächte ein möglichst großes Stück Beute abhaben. Eine brandgefährliche Situation, stehen sich dort doch imperialistische Hauptrivalen mit Truppen zum Teil direkt gegenüber. Die Empörung aller friedliebenden Menschen ist riesig. Deswegen ruft die Montagsdemo Witten zum Protest gegen diesen Einmarsch auf: Dieser Angriffskrieg muss sofort gestoppt werden!

Am letzten Montag waren bei der Montagsdemo in Gelsenkirchen zu diesem Protest bis zu 1.000 Teilnehmer. Wir freuen uns auf eine breite Beteiligung und angeregte Diskussion. Mobilisiert breit! Alle Wittenerinnen und Wittener, Friedensaktivisten, Antifaschisten und Internationalisten sind herzlich willkommen!

Die Presse bitte ich die Aktion entsprechend anzukündigen. Vielen Dank!

Mit freundlichen und internationalen Grüßen

Jan Vöhringer

Montagsdemo solidarisch mit dem Kampf der Metaller

Die aktuelle Tarifauseinandersetzung der Metaller für 6 % mehr Lohn und kürzere Arbeitszeiten ist das Hauptthema der Montagsdemo am heutigen Montag.
Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ist die wichtigste wirtschaftliche Forderung gegen Massenarbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Überlastung.
6% mehr Lohn ist für die Beschäftigten ein notwendiger erster Ausgleich. Die  Drohung  des  Unternehmensverbands  Gesamtmetall,  bei  Warnstreiks  und  Streiks Schadensersatz zu fordern, ist ein ungeheurer Vorgang.
Niedriglöhne, Leiharbeit und wachsende Unterbeschäftigung bei massiv steigenden Gewinnen sind eine Provokation. Interessierte Wittener sind herzlich zur Kundgebung um 17.00 Uhr am Berliner Platz eingeladen.

2018  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern