Ungleiche Behandlung in den Medien

Romeo Frey fragt sich bei der WBG, wofür das "bürgernah" wohl stehen mag: Mehrheitsbeschaffung für die SPD oder Privatisierung der Stadtwerke?
Romeo Frey fragt sich bei der WBG, wofür das "bürgernah" wohl stehen mag: Mehrheitsbeschaffung für die SPD oder Privatisierung der Stadtwerke?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr prompter Abdruck der Stellungnahme der WBG zur Kandidatur von Witten direkt bereits einen Tag später, während Sie unsere Zuschrift zum selben Thema bis heute ignorieren, setzt die Methode der Ungleichbehandlung von AUF Witten in der WAZ leider fort.

Liegt es daran, dass wir uns erlaubt haben, Sie zu kritisieren?

Nun zur Stellungnahme der WGB selbst. Was man wirklich bedauern muss, ist nicht die Kandidatur demokratischer Organisationen wie witten direkt, auch wenn man sie wie die WBG wohl als Konkurrenz ansieht.

Zu bedauern ist die Kandidatur neofaschistischer und ultrarechter Organisationen in einem Land, wobei nach der geltenden Gesetzgebung bereits eine Gründung in der ideologisch-politischen Nachfolge der NSDAP untersagt ist.

Einerseits Stolpersteine gegen das Vergessen der Nazigräuel an Juden zu verlegen und gleichzeitig Parteien wie Pro NRW zulassen, die offen gegen die bosnische moslemische Gemeinde und ihre selbstfinanzierte Moschee hetzen – das passt doch überhaupt nicht zusammen. Wie ehrlich ist das denn?

Interessant finde ich auch, dass die WBG drei gleichgesinnte, sogenannte bürgernahe, Organisationen ausmacht, die nach ihrem Verständnis wohl zusammengehören. Wofür eigentlich, frage ich mich: als Mehrheitsbeschaffer für die SPD? Oder für die Privatisierung der Stadtwerke?

Man kann nur hoffen, dass solche Bündnisse nicht zustande kommen, ansonsten hätten sie sich nicht das Prädikat bürgernah, sondern bürgerlich verdient.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag Romeo Frey – Sprecher im Vorstand von AUF Witten

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