Witten Familienfreundlich?

Anke Suttrop kandidiert in Wahlbezirk 81, Herbede Ortskern, Romeo Frey kandidiert in Wahlbezirk 15, Sonnenschein/Pferdebach

Witten mag familienfreundlich sein, aber nicht für alle. Schon gar nicht für eine deutliche Mehrheit, wie uns eine Serie in der WAZ glauben machen will. Denn ohne Geld und Auto und viel Zeit zum Fahren geht gar nichts. Oder man wohnt direkt neben einem der entstehenden Schwerpunktspielplätze.

Doch trotz der optimistischen Darstellung der WAZ bleiben nach ihren eigenen Angaben rund ein Drittel, für die Witten beim besten Willen nicht familienfreundlich ist.

Dabei geht es um Einzelschicksale von Kindern. Da sind 30 Prozent Ausgegrenzte viel zu viel, vor allem wenn sich der Verdacht aufdrängt, dass die Zahlen geschönt sind. Viele Familien kommen doch nur deshalb über die Runden, weil beide Eltern arbeiten, doch es fehlt an Betreuungsplätzen und angemessenen Betreuungszeiten. Nicht überall können Oma und Opa einspringen.

Auch der Personalschlüssel in den Kindergärten ist zu niedrig, obwohl jeder sehen kann, dass derzeit die Probleme beständig zunehmen.

Da ist es ein verheerendes Signal, wenn die Stadt rund zwei Drittel der bisher wohnortnahen Spielplätze stilllegt und die freiwerdenden Flächen für ihre sogenannte Spielplatzoffensive zu Geld macht.

Investitionen in die Zukunft der Kinder werden so den Zinszahlungen der Stadt geopfert. Letztere wiederum sind trotz Personal- und Leistungsabbau beständig gestiegen. Eine Folge der bewussten Politik von Bund und Land, die Kommunen zu Ausgaben zu verpflichten, die durch ihre Einnahmen nicht gedeckt werden.

Dabei haben die Lokalpolitiker, die das beklagen, exakt dieselben Parteibücher wie ihre Parteifreunde in Bundes- und Landesregierung, ganz gleich welcher Koalition.

Wie kann man angesichts solcher Rahmenbedingungen von Familienfreundlichkeit sprechen? Diese wird auf dem Altar der Umverteilung des kommunalen Vermögens geopfert.

Aber auch in den selbst verantworteten Bereichen haben sich Stadtverwaltung und Ratsmehrheit bisher nicht dadurch hervorgetan, aus zu geringen Mitteln das Beste zu machen.

Im Gegenteil, die Liste von in den Sand gesetzten Millionen wegen mangelnder Aufsicht oder fehlender Fachkenntnisse oder einfachem Übergehen von Bürgerinteressen ist lang, zu lang.

Zeit für einen Neuanfang, mit neuen Politikern der Neuen Opposition.

Mit AUF Witten in eine

lebenswerte Zukunft für unsere Kinder!

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