Offener Brief an Gerd Kinski, Beauftragter Kinder- und Jugendparlament

Kategorie: Kommunalwahl 2014
Veröffentlicht: Mittwoch, 21. Mai 2014
Geschrieben von AUF Witten

Sehr geehrter Herr Kinski,

mit Verwunderung lese ich in der heutigen Ausgabe der WAZ Witten im Lokalteil, dass Sie Schüler der zehnten Klassen über die Jugendprogramme der zur Kommunalwahl antretenden Parteien informiert haben anhand eines Fragebogens, den letztere zuvor ausgefüllt haben.

Weder bei mir als Sprecher des Bündnisses noch bei unserem Ratsmitglied, Herrn Achim Czylwick, ist eine derartige Anfrage Ihrerseits eingegangen, obwohl wir bereits 10 Jahre im Rat der Stadt vertreten sind.

Hat das vielleicht den Grund, dass Sie keine Kritik vertragen können, weil wir uns erlaubt haben, die positive Stellungnahme des Kinder- und Jugendparlaments zur sogenannten Spielplatz-Offensive der Stadtverwaltung kritisch zu hinterfragen?

Hat sich das KiJuPa doch damit für die Sparpolitik und dahinterstehende Umverteilungslogik instrumentalisieren lassen und sich so einverstanden erklärt mit dem Wegfall von zwei Dritteln der Spielflächen in Witten.

Dass Sie uns, nicht zum ersten Mal, weiterhin so ignorieren, als wären wir nicht vorhanden und als dürften die Jugendlichen nicht offiziell von Ihnen mit unseren in der Tat alternativen Vorstellungen zur Kinder- und Jugendpolitik konfrontiert werden, halte ich nicht nur für einen schlechten politischen Stil, sondern auch für eine einseitige politische Bevormundung der betreffenden Jugendlichen im Sinne eines vorauseilenden Gehorsams gegenüber der die Stadtpolitik bestimmenden Ratsmehrheit.

Da der Artikel über die Veranstaltung öffentlich abgedruckt ist und damit sich auch für interessierte Leser die Frage stellt, warum AUF Witten nicht auftaucht, erlaube ich mir, dieses Schreiben an Sie als öffentlichen Brief auch der Presse zur Verfügung zu stellen.

Im übrigen verweise ich auf unserer Internetseite www.auf-witten.de, die es Ihnen wirklich leicht macht, zu den verschiedensten politischen Positionen von AUF Witten Informationen zu finden. Außerdem ist die Seite auch so aufgebaut, dass sie für wissenschaftliche Recherchen und politische Analysearbeit genutzt werden kann, sicher hilfreich für Jugendliche, die sich mit dem Schulfach Politik und Gesellschaft beschäftigen müssen.

Auf jeden Fall steht AUF Witten zur tatkräftigen Unterstützung bereit, wenn sich aus dem Kreis des KiJuPa Widerstand gegen Kürzungen im Kinder- und Jugendbereich regen sollte und positive Forderungen durchgesetzt werden sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Romeo Frey – Sprecher im Vorstand von AUF Witten