Bewertung der Kommunalwahl 2014 in Witten

Kategorie: Kommunalwahl 2014
Veröffentlicht: Freitag, 20. Juni 2014
Geschrieben von AUF Witten

Der Wiedereinzug von Achim Czylwick in den Rat ist ein großer Erfolg für <i>AUF Witten</i>.
Der Wiedereinzug von Achim Czylwick in den Rat ist ein großer Erfolg für AUF Witten.

Es ist ein großer Erfolg, dass AUF Witten mit Achim Czylwick erneut in den Rat einziehen konnte, das Wahlziel der Verteidigung des Ratsmandates erreicht hat und auf dieser Basis weiterarbeiten kann.

Dabei hat die Kommunalwahl 2014 interessante Ergebnisse hervorgebracht.

Der zukünftige Rat hat 11 Listen ohne klare Mehrheit. SPD und CDU einigten sich auf eine große Koalition auch auf kommunaler Ebene.

Der angebliche Wahlsieger SPD hat real keine Stimmen dazu gewonnen, das kann nur das Bürgerforum von sich behaupten. Die CDU hat einen Verlust von 3.000 Stimmen zu verzeichnen, wobei ein Teil innerhalb des rechten Lagers verschoben wurde, zur WBG und Pro-NRW.

Bei einer Wahlbeteiligung von 47,2% wird die Mehrheit der Wähler durch den Rat nicht mehr repräsentiert. Die gleichzeitig stattfindende Europawahl konnte die Leute nicht überzeugen. Ohne Kommunalwahl wäre die Wahlbeteiligung wohl noch weiter gesunken. Die Zeit der Stammwähler und festen Zuordnung ist vorbei, eine Neuorientierung hat begonnen. Das bestätigte sich auch in zahlreichen Gesprächen während des Wahlkampfs.

Der Einzug von Pro-NRW in den Rat mit 2 Mandaten bringt zweierlei zum Ausdruck:

Romeo Frey stellte im Rahmen der 1. Mai Kundgebung <i>AUF Witten</i> vor und erhielt für seine Worte viel Zuspruch.
Romeo Frey stellte im Rahmen der 1. Mai Kundgebung AUF Witten vor und erhielt für seine Worte viel Zuspruch.

Beim Rückgang der Wählerstimmen für AUF Witten seit 2004 von 665 (2004) über 582 (2009) zu 461 (2014) sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

Auch bei schlechtem Wetter lässt sich <i>AUF Witten</i> nicht von seinem Kampf um eine Alternative Politik abbringen - und das gilt auch über den Wahlkampf hinaus.
Auch bei schlechtem Wetter lässt sich AUF Witten nicht von seinem Kampf um eine Alternative Politik abbringen - und das gilt auch über den Wahlkampf hinaus.

Was AUF Witten hier in Teilbereichen aufgebaut hat, ist einmalig und nachhaltiger als spontane Wählerbewegungen, die nur eine Momentaufnahme darstellen.

Die Alleinstellungsmerkmale von AUF Witten haben sich bewährt. Dass sie nach wie vor den Unterschied zu den anderen im Rat vertretenen Organisationen ausmachen, wird AUF Witten noch deutlicher werden lassen und auch weiterentwickeln. Unsere Politik machen wir vor allem auf der Straße, unter den Leuten, in den Betrieben, mit unserem Ratsmitglied als Sprachrohr für die Interessen der Menschen.

Eine besondere Herausforderung besteht jetzt darin, besonders die Nichtwähler davon zu überzeugen, mit AUF Witten selbst Politik zu machen. Gründe dafür gibt es genug. Entscheidendes wird ohnehin nur dann erreicht, wenn es von unten, durch die Leute selber erkämpft wird. Ein wirksamer Umweltschutz und die Schaffung neuer Arbeitsplätze für eine vollständige Kreislaufwirtschaft, die Ausbildung der Jugend und das Ziel eines kinderfreundlichen Wittens können nur im Widerstand gegen die angeblichen Sachzwänge der gängigen Sparpolitik durchgesetzt werden.

Insgesamt sind das Ergebnis der Kommunalwahl und die darin entfaltete Aktivität vieler Mitglieder und Freunde von AUF Witten eine gute Ausgangsposition für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr. „Gefühlt“, so eine Aussage am Wahlabend, „haben wir viel mehr erreicht, als ein Mandat.“ Das trifft es sehr gut.

An dieser Stelle möchte der Vorstand von AUF Witten allen Wahlhelfern ganz herzlich danken. Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich. Drückt aber aus: Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern!

Selbst gemalt - Selbst finanziert - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern!