„Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern“

Auch Vorstandssprecher Romeo Frey war aktiv beim Geschehen dabei. Er moderierte den Aktionsstand und präsentierte die volle Bandbreite an Themen von <i>AUF Witten</i>.

Liebe Wittenerinnen und Wittener,

 

zu den politischen Zielen unseres Personenwahlbündnisses gehört der aktive Schutz der natürlichen Umwelt.

Schon vor dem Super-Gau in Fukushima sind wir gegen Atomenergie aufgetreten, die todbringend und nicht zu beherrschen ist.

Wir sind entschiedene Gegner  des Gas-Fracking und der Privatisierung des Trinkwassers.

Es ist ein politischer Skandal, dass die EU-Kommission plant, über das Freihandelsabkommen mit den USA, die Wasserversorgung zu privatisieren und die Lizenz dazu an die Konzerne zu verkaufen, die Gas-Fracken wollen.

So ist das in den USA gelaufen. Doch wir sind auf der Hut.

Wir haben die Politik des Energiemix aus Kohle, Gas und Atomstrom durch die Stadtwerke Witten kritisiert.

Wir haben aufgezeigt das der Übergang zu 100% erneuerbarer Energie in absehbarer Zeit möglich ist.

Die Stadtwerke, als hundertprozentige Tochter der Stadt, sind in unseren Augen verpflichtet, preisgünstig regenerative Energie zur Verfügung zu stellen.

Doch die Mehrheit in den kommunalen Räten, auch in Witten, fühlen sich den Bilanzgewinnen von RWE und Eon mehr verpflichtet als ihren Bürgern.

Die Grünen haben mit einer konsequenten Umweltpolitik nichts mehr zu tun.

Zusammen mit der SPD fahren sie die politische Linie Umweltpolitik soll den Profiten dienen: wenn dass nicht garantiert wird, dann eben auch kein Umweltschutz. 

Die Ressourcen auf der Welt sind begrenzt, doch im Kapitalismus wird so produziert und verbraucht, als seien sie unerschöpflich.

Das kann nur dazu führen unsere Lebensgrundlagen zu vernichten.

In Witten sind die Grünen schon soweit gesunken, ausgerechnet das Stahlwerk mit seinem enormen Feinstaubausstoß als Vorbild im Umweltschutz hinzustellen und diese Dreckschleuder von weiteren Auflagen auszunehmen.

Ihre grüne Farbe ist nur noch Folklore.

AUF Witten tritt für neues System der Energieversorgung ein.

Dazu zählen auch Kleinwindanlagen, Biogasanlagen sowie eine echte Kreislaufwirtschaft.

Wir fordern weiter den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, aber mit neuer elektrischer Antriebstechnik.

Wir fordern eine Verordnung zum Schutz vor der Feinstaubemission durch die Industrie, die ja zum Teil mitten in der Stadt produziert.

Dem Ruhrgebiet droht eine regionale Umweltkatastrophe, wenn die Pläne der Ruhrkohle AG, unser Grundwasser zu vergiften, nicht gestoppt werden. 

Noch nichts davon gehört?

Dieses Unternehmen hat aus reiner Profitgier, mit Hilfe der seinerzeit allein regierenden SPD im Land, in elf stillgelegten Zechen über 1,6 Mio. t hochgiftigen Sondermüll verbracht.

Dieser Giftcocktail soll nun geflutet werden, denn die RAG will aus sogenannten „Kostengründen“ den Grubenwasserspiegel auf 300 m anheben.

Der Bergmann Christian Link, Sprecher der Bergarbeiterinitiative „Kumpel für AUF“ und aktiver Umweltschützer, hat aus Sorge um die Zukunft der Kinder diesen Skandal öffentlich gemacht.

Daraufhin wurde er von der RAG kurzerhand mit einem Anfahrverbot in alle Zechen belegt und darf sich zu diesem Thema in der Öffentlichkeit nicht mehr äußern.

Wir protestieren entschieden gegen diesen Maulkorb.

Wir fordern den Stopp dieser Pläne.

Für die Verteidigung des Wassers gegen die mutwillige Vergiftung gehen wir auf die Barrikaden.

2017  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern