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Datum:
Sonntag, 27. November 2016
Zeiten:
11:00-14:00
Ort:
Sportlerklause Witten Stockum

Liebe Mitglieder und interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein ereignisreiches Jahr liegt (fast) hinter uns. Durch die vielen Menschen auf der Flucht aus den krisengeschüttelten Gegenden der Welt sind die Kommunen vor große Herausforderungen gestellt. Hier haben wir uns, sowohl im AUFbruch als auch mit unserem Auftreten in der Öffentlichkeit eindeutig positioniert.

Anfang des Jahres beteiligten wir uns an einer großen Wittener Demonstration gegen den Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Bommern. AUF Mitglieder solidarisierten sich gemeinsam mit der Montagsdemo in Witten am regionalen Kampf gegen die Wohnsitzauflage. Diese will die Flüchtlinge wieder an den Ort zurückschicken, an dem sie bei ihrer Ankunft in Deutschland das erste Mal erfasst wurden, egal ob sie sich mittlerweile in einer anderen Stadt eingelebt haben oder nicht. Auch wenn in Witten dieses Gesetz nicht angewandt wurde, haben wir uns aus Solidarität mit den Flüchtlingen aus anderer Städten daran beteiligt und mitgeholfen, dass erste Erfolge erzielt wurden. Auch engagierten wir uns erfolgreich für die Familienzusammenführung geflüchteter Kurden und protestierten zusammen mit türkisch-kurdisch-stämmigen Wittenern gegen das Erdogan Regime.

Als echte Bekämpfung von Fluchtursachen unterstützten wir den Bau eines Gesundheitszentrums in Kobanê, das mittlerweile eingeweiht wurde und vor allem als Entbindungskrankenhaus tätig ist. AUF Witten half Zülfü Altunok in der Vorbereitung einer großen Veranstaltung, um dieses Zentrum mit Spenden zu finanzieren.

Nach wie vor ist der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen eine wichtige Frage unserer Kommunalpolitik. Die Umwelt-AG traf sich regelmäßig und unsere aktuelle Zeitung, mit neuem Layout und das erste Mal in Farbe hat sich dieser Frage als Schwerpunktthema gewidmet. Mit Wolfgang Seidel haben wir einen Experten in der Frage der Feinstaubbelastung durch DEW gewonnen, was wir unserer Meinung noch mehr zum Thema unserer kommunalpolitischen Arbeit machen sollten. Denn es wird verschleiert, wie stark das die Wittener, insbesondere Kinder betrifft, wie hoch die Belastung tatsächlich ist und welche gesundheitsschädlichen Auswirkungen das hat.

Ein erster Schritt ist gemacht im Neuaufbau eines Ratsteams zur Unterstützung von unserem Ratsmitglied. Die Diskussion des Haushalts für das kommende Jahr wird wieder eine wichtige Frage im Rat sein. Dafür brauchen wir unbedingt neue Interessenten, die sich mit diesen Fragen mehr befassen wollen.

An jedem Tag der vergeht, stellen wir fest, dass die etablierten Parteien in ihrem Ansehen einbüßen. Die Menschen suchen nach Alternativen. Die letzten Wahlen haben gezeigt, dass die Parteienlandschaft dadurch ganz schön durcheinander gewirbelt wird.

„Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern“, das wird objektiv immer aktueller.

Wir müssen viel mehr darum streiten, dass die Ratsarbeit ein Sprachrohr der Wittener Bevölkerung wird, für die Fragen, die uns Wittenern auf den Nägeln brennen.

Dafür brauchen wir jedes Mitglied, eure Ideen, Kritiken, Hinweise, eure Aktivität.

Mit herzlichen Grüßen

Diana, Romeo und Uli