Wir sind das Volk |
| Leserbriefe |
| Donnerstag, den 18. Februar 2010 |
|
Bei genauer Beobachtung der momentanen Situation in unserem Land, kann man klar erkennen und definieren, dass wir heute nach Art und Weise der Medicci im 16. Jahrhundert regiert werden. (Siehe Machiavellis Werk Der Fürst.)
Zur eigenen Machtmanifestierung schafft man überall neue Stellen an wichtigen Schalthebeln der Macht, natürlich mit eigenen Leuten besetzt.
Resultat: Man schafft so einen Chor von gleich lautenden Stimmen und Aussagen und erzeugt die Illusion von Gleichheit, Toleranz und Gerechtigkeit für alle Menschen in unserem Demokratiesystem: in Zeiten der politischen Seilschaften, der beruflich und privaten Netzwerke untereinander, leider nur ein frommes Wunschdenken.
Anschaulich zu betrachten bei PR-Agenturen, Generalsekretären, Wirtschaftsinstituten, Wirtschaftsverbänden, uniformer Presse und Massenmedien. Gleichzeitig entsteht ein so genannter Hofstaat, ein in sich selbst bespiegelndes System.
Ein jeder von uns sollte klar erkennen, dass sich unser Leben im Allgemeinen nur in den üblichen täglichen Abläufen abspielt. Wir, das mündige Volk, verstehen oft nicht, dass wir uns in einer Situation befinden, die uns auf der Stelle treten lässt und unsere gesteckten Ziele in weite Ferne rückt.
Unser Dasein ist vergleichbar mit einem schlechten Film, in dem wir die meiste Zeit keine große Rolle spielen, es sei denn die des Zuschauers.
Mobilisieren wir wieder unsere politischen Kräfte gemeinsam mit Gesinnungsgenossen. Machen wir wieder gemeinsam in der Öffentlichkeit darauf aufmerksam, dass viele Menschen in unserer Zweidrittel-Gesellschaft sich im Stich gelassen fühlen von den Verantwortungsträgern in Staat und Kirche.
Fakt ist: Wenn einer von uns träumt ist es ein Traum. Wenn viele träumen ist es der Anfang einer Wirklichkeit.
A.S. - Witten
|
