Samstag, 19. Mai 2012

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Durchholz und die wunderbare Stadtsanierung oder geht die Volksverdummung weiter?

Bildungspolitik
Freitag, den 01. Februar 2008

Bei dem am Donnerstag, den 7. Februar vorgestellten Konzept zur Bebauung der Grundstücke der Grundschule Durchholz konnte jeder der anwesenden Teilnehmer auch ohne Phantasie feststellen, dass nicht nur die Flächen der Grundschule, sondern auch höchstwahrscheinlich die Flächen der Turnhalle und des Kindergartens umgewidmet werden sollen.

In Witten wird gespart - koste es was es wolleNatürlich waren in den städtischen Plänen keinerlei Häuser und Zuwege für diesen Bereich verzeichnet, aber ein jeder konnte die Pläne gedanklich erweitern. Der derzeitige Vertragsentwurf mit dem Turnverein lässt ja auch, wie passend, für die Stadt bei erfolgreichen Vermarktungsmöglichkeiten ein Sonderkündigungsrecht zu. Das bedeutet nicht nur, dass wieder einmal über die Köpfe der Bürger [hinweg] entschieden wird, nein, auch ein Verein könnte durch solche Machenschaften finanziell ruiniert werden.
Dass sich die anwesenden Bürger aus allzu verständlichen Gründen nicht mit der Bebauung des Grundstücks abfinden wollen, könnte ja für die Befürworter in den Reihen von Frau Leidemann unverständlich sein. Aber dass 300.000 € für den Abriss des Gebäudes und noch Einiges mehr für den Umbau der zentralen Heizungsversorgung, die auch für einen warmen Kindergarten und eine warme Turnhalle sorgt und sich im Keller der Schule befindet, aus einem leeren Stadtsäckel in einer Stadt mit Haushaltssicherungskonzept entnommen werden sollen, sollten gerade diese Leute genau überlegen.
Wurde da nicht ein Bürgerbegehren, das von 13.000 Menschen getragen wurde, genau von diesen Leuten mit genau diesem Hinweis abgeschmettert?
Aber es besteht ja noch Hoffnung, dass der Rat der Stadt Witten die Gelder für den Abriss nicht bereitstellt. Oder könnte es sein, dass der mit einem Direktmandat in den Rat gewählte Bürgervertreter, jetzt Ratsmitglied, seinen Auftrag im Sinne seiner Wähler übernimmt?
Obwohl: wenn man bedenkt, ist nach der Wahl auch bald wieder vor der Wahl.

Andreas Günzel, Witten