Samstag, 19. Mai 2012

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Für ein Kinderfreundliches Witten

Immer größere Einschnitte bei den Kleinsten

Für ein Kinderfreundliches Witten
Samstag, den 05. November 2011

Ein trauriger Streifzug über Wittens Spielplätze

Spielplatzbilder und Recherche: Wolfgang Patermann (AUF Witten)

Immer größere Einschnitte bei den Kleinsten ... so könnte die Unterschrift unter nebenstehendem Foto aus der WR vom 25.10.11 lauten. Denn so ist die Wirklichkeit, bundesweit und in unserer Stadt.

Bleiben wir beim Thema Spielplätze. Wie war das noch mit der „Qualitätsoffensive Spielflächen“, die Anfang Mai die Stadtspitze vollmundig versprochen hat? Und Frau Leidemann wollte sich besonders beliebt machen, indem sie versprach, die Kinder in den Entscheidungsprozess für die Gestaltung neuer Spielflächen einzubeziehen. Das sollte eine praktische Erziehung in Sachen Demokratie sein.

Aber es ist eher eine praktische Erziehung darin, leere Versprechungen von Politikern zu durchschauen.

Eine „Mogelpackung“ – so nannte das bereits ein Redner auf der großen Aktion für ein kinderfreundliches Witten, die AUF Witten am 25. Mai auf dem Rathausplatz organisiert hatte. Genau das scheint sich deutlich zu bestätigen.

Die Fotowand mit den Schandflecken auf Wittener Spielplätzen ist heute noch fast genauso aktuell.

Wie heißt es doch so schön: Wenn Du über den Charakter eines Gemeinwesens Auskunft haben willst, so schau Dir an, wie es mit seinen Kindern umgeht!

Leere Versprechungen

Man schaue sich nur die Pferdchenwippe auf dem öffentlichen Spielplatz am Sonnenschein an.

Hätten die Kinder wirklich was zu sagen, dann würden sie von den Stadt“vätern“ fordern:

„Erneuert sofort die Geräte und die Sandkastenumrandung! Zur Probe könnt ihr euch ja mal selbst darauf setzen und euch einen Splitter in den Po holen, vielleicht klappt es dann schneller!“

Verletzungsgefahr, Dreck, halb abgebaute (wie oben in Heven) oder uralte Geräte, und noch dazu viel zu wenig wohnortnahe Spielplätze – so sieht es aus. Nun hat die Stadt ja eine zusätzliche Zuwendung bekommen, was der Kämmerer sehr bejubelte. Wie wäre es, wenn dieser unerwartete Geldregen für unsere Kinder verwendet würde? Aber wahrscheinlich kommt den Stadtoberen diese Idee gar nicht, denn als erstes kommen für sie natürlich die Banken dran, die ja dringend ihre Zinsen bekommen müssen!

Selbstgesprühte Transparente:
Nebenstehende Transparente wurden während der gelungenen und Aufsehen erregenden Aktion „Kinderfreundliches Witten?“ von Kindern selbst angefertigt. Die örtliche Presse aber schweigt dazu bis heute. Stattdessen Jubelberichte über die vorgebliche Qualitätsoffensive an Wittens Spielplätzen. Kommt mal Kritik an der Stadtpolitik, so in Form von Fotos von Grasbewuchs, der nicht rechtzeitig an Ampeln entfernt wurde. Wie wär’s mal mit mehr Personal? Doch das ist ein Tabu.
 
 
 

Es führt kein Weg daran vorbei: Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern! Kämpfen wir gemeinsam weiter für ein kinderfreundliches Witten, für ein Zins- und Schuldenmoratorium, denn die Zukunft unserer Kinder ist wichtiger als die Profite der Banken!

 
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