Kinderfreundliches Witten auch in der Schellingstraße! |
| Für ein Kinderfreundliches Witten |
| Samstag, den 27. November 2010 |
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Vorbemerkung der Redaktion Auf unsere letzte Ausgabe von Witten im AUFbruch erhielten wir ein durchweg positives Echo. Nicht nur weitere Unterschriften für die Mitmachaktion „Für ein kinderfreundliches Witten“, sondern auch Berichte über Missstände und über Schikanen gegenüber Kindern. An verschiedenen Kinderspielplätzen wurden Schaukeln abgebaut und nicht mehr angebracht. Eine Initiative aus der Schellingstraße berichtet über einen Konflikt mit der Siedlungsgesellschaft Lutherstraße, der in der ganzen Nachbarschaft hohe Wellen schlug. Seit Jahren, über mehrere Kindergenerationen hinweg, kann man sich am Ballspiel der Kinder hinter unseren Häusern der Siedlungsgesellschaft erfreuen. Hier wird über Integration nicht nur geredet, sondern sie wirklich gelebt. Eines Tages in diesem Sommer war plötzlich ein Schild einbetoniert „Ball Spielen verboten.“ Wer weiß, was Ballspielen für Kinder bedeutet, kann hier nur den Kopf schütteln. Natürlich kann jedes Kind für sich auf die Schaukel gehen oder am Kletterglobus herumklettern. Aber Ballspiele haben eine ganz andere Funktion und Anziehungskraft. Mit der zuständigen Siedlungsgesellschaft wurde in einen Briefwechsel getreten, mehrere Mieter haben sich selbstständig für die Kinder eingesetzt. Die Briefe und die Antworten kursieren in der ganzen Nachbarschaft. Denn dass die Kinder zum Ballspielen jetzt auf die enge Schellingstraße ausweichen, wo zudem reger Autoverkehr wegen dem gegenüber liegenden Kindergarten stattfindet, ist ja höchstgefährlich. Die Eltern und ältere Fürsprecher sehen nicht ein, dass die Interessen eines kinderlosen Ehepaars, das um den Zaun ihrer Gartenlaube fürchtet, den Vorrang bekommen nach all den ganzen problemlosen Jahren. Name der Redaktion bekannt Nachsatz der Redaktion
Wir haben uns an die Siedlungsgesellschaft gewandt. Dort wurde uns mitgeteilt, es wäre noch nicht endgültig entschieden, wie weiter verfahren würde, ein Antwortschreiben an die Mieter wäre in Arbeit, wer das entscheiden würde, wäre auch noch nicht klar.
Man kann nur hoffen, dass die anfänglich ziemlich rigide und belehrende Antwort der Siedlungsgesellschaft korrigiert wird. Vielleicht hilft ja unsere Veröffentlichung mit. Wie uns bekannt wurde, gibt es auch bei anderen Siedlungsgesellschaften Ballspielverbote. Angeblich wäre alles andere erlaubt. Hier wird doch, mit Verlaub, bürokratisch argumentiert, Kinder werden als Belästigung wahrgenommen. Dabei sind sie unsere Zukunft! Dieser Leserbrief ist aus unserer Zeitung Witten im AUFbruch 4/2010: |
