Protestaktion für ein „Kinderfreundliches Witten“ voller Erfolg |
| Für ein Kinderfreundliches Witten |
| Freitag, den 27. Mai 2011 |
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Auf einer Fotowand waren zahlreiche Bilder zu sehen, mit denen der insgesamt traurige Zustand Wittener Spielplätze dokumentiert wurde. Das unterstreicht die perspektivlose Politik in dieser Stadt, die kommunales Eigentum – nicht nur von Spielplätzen - verlottern lässt, um dann vor den horrenden Kosten zu kapitulieren. Allerdings, darauf wurde auch hingewiesen, ist das nicht nur ein Wittener Problem, sondern auch Ergebnis der chronischen Unterfinanzierung der Kommunen durch Bund und Länder. Sie bürden den Kommunen immer mehr Lasten ohne Gegenfinanzierung auf. Deshalb fordert AUF Witten auch ein Schulden- und Zinsmoratorium und eine Änderung der kommunalen Finanzierung, damit die Städte aus ihrer Schuldenfalle herauskommen. Es wurde auch eingeladen zum Pfingstjugendtreffen am 11./12. Juni auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen. Dieses wird überparteilich, selbst organisiert und finanziert von einem breiten Bündnis nun bereits zum 15. Mal durchgeführt. Mit Malkreide gestalteten Kinder ihre Vorstellungen von Spielplätzen. Dazu gehört auch ein öffentlicher Raum wie etwa der freiwerdende Kornmarkt, der nicht, auch nicht übergangsweise, zur Parkplatzöde verkommen sollte, sondern eine grüne Oase und attraktives Eingangstor in die Innenstadt zu gestalten wäre. Zwei Transparente wurden von Kinder mit Parolen besprüht: „Da hilft kein Betteln und kein Bitten – her mit dem kinderfreundlichen Witten“ und „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“. Damit sich das ändert und Kinder und Jugendliche entsprechend ihrer Bedeutung als unsere Zukunft behandelt werden, muss der Protest weiter organisiert werden. Mit der Verbreitung ihrer Protesterklärung wird sich AUF Witten nach Kräften dafür einsetzen, dass aus der gelungenen Aktion eine Bewegung entsteht. |

Bei strahlendem Sonnenschein erhielt die Kindertrommelgruppe „Bateras feras“ aus Stockum begeisterten Beifall bei ihrem Auftritt am Mittwoch auf dem Rathausplatz, mit dem sie für ein kinderfreundliches Witten trommelten. Die „wilden Trommler“ legten sich auf ihren Sambatrommeln voll ins Zeug und trugen dazu bei, dass mehr als 120 Besucher zur Protestaktion kamen, die von dem überparteilichen Wahlbündnis AUF Witten veranstaltet worden war. Entgegen den euphorischen Verlautbarungen der Stadtführung, ihre Kinder- und Jugendpolitik hätte Vorbildcharakter, ist angesichts der Pläne, mit einer „Qualitätsoffensive“ weitere 20 Spielplätze zu schließen, Protest mehr als notwendig.