Warum die Bürgermeisterin mehr als 175.000 Euro Ihrer Steuergelder ver-geuden konnte? |
| Leserbriefe |
| Freitag, den 07. August 2009 |
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Die Schuldenlast der Stadt Witten ist unter der Bürgermeisterin Frau Leidemann weiter angewachsen auf 300 Millionen Euro. Die Stadt befindet sich damit in einer akuten Notlage, die sich im kommen Jahr auf Grund stark verminderter Gewerbesteuereinnahmen erheblich vergrößern wird, wenn nicht die richtigen Mittel dagegen eingesetzt werden, was bisher überhaupt nicht ausreichend der Fall ist. Der bisher in Witten beschrittene und meist in Deutschland gewählte Weg ist falsch, weil er sich fast ausschließlich am Geld orientiert und die Menschen dabei nur als Zahlengrößen berücksichtigt. Um die Menschen und die Kapazitäten die in ihnen stecken kümmert man sich fast nie. In dieser Zeit, in der Demokratie, Menschenrechte, Selbstbewusstsein und Bildung realisiert werden sollen, müssen auch die wesentlichen Bedürfnisse der Menschen in der Welt der Arbeit befriedigt werden. Geschieht dies nicht, so lässt die Arbeitsleistung zu wünschen übrig und vieles was Geld einbringen könnte bleibt liegen oder unentdeckt und Krankschreibungen vermehren sich. So sinkt die Arbeitsleistung und mancher politische Schlaumeier glaubt dann, man muss eben die Zahl der Mitarbeiter (die dann oft auch noch als faul denunziert werden) vermindern, um Geld einzusparen. Das aber führt wiederum zur weiter verstärkten Überlastung der übrig geblieben und zu Leistungsverminderung und Einnahmenverlusten. Die Bürger der Stadt werden immer schlechter von überlasteten, überreizten und verunsicherten Behördenangestellten oder Beamten „bedient“. Die „Kunden“ fühlen sich schlecht und schlechter behandelt und so mancher arbeitet dann erbost gegen diese Verwaltung an (was zu mehr Arbeit führt) oder greift vermehrt zu Suchtmitteln. Viele beginnen dann auch unter der Einwirkung der Rauschmittel ihre Wut an Menschen oder Dingen loszulassen. Verletzte Menschen, Ehescheidungen, verstörte Kinder, beschädigte Autos und Häuser oder verschmutzte Straßen, Haltestellen, Bahnen usw. sind die Folgen. Anschließend wird wieder mehr Polizei gebraucht usw. Ist das Geldersparnis? Wer dagegen die Mitarbeiter als Menschen ernst nimmt, ihren Wert erkennt und anerkennt, und mit ihren vielfältigen Fähigkeiten durch Menschlichkeit und Klugheit für sich gewinnt, der wird zum Gewinner und der löst auch die größten Probleme. Menschen suchen nach Sicherheit auch im Arbeitsleben und vor allem auch nach der Gewissheit in einer echt sozialen Gemeinschaft zu leben, in der man nicht nur von „Oben“ ausgemustert wird, sondern in der man ehrlich und gemeinsam nach Lösungen von Problemen sucht. Alle sitzen in einem Boot und niemand sollte einfach ausgebootet werden. Statt fadenscheiniger - unechter Teamarbeit sollten endlich alle in echter Teamarbeit gleichwertig zusammen arbeiten, denn nur das lässt die Begeisterung zur Zusammenarbeit in der Verfolgung eines großen gemeinsamen Zieles entstehen. Dann können vielleicht notwendige Positionswechsel auch leichter erfolgen und viele Mitarbeiter sprudeln nur so über vor Kreativität. Geballte Energie steht dann zur Verfügung und große Dinge können geschehen, die vorher unmöglich erschienen. Wesentliche Veränderungen sind mit dieser Bürgermeisterin zur Zeit kaum machbar, denn in der Stadtverwaltung Witten herrscht ein sich über Jahrzehnte entwickelter Filz, so dass auch die innerparteiliche Kontrolle versagt. Wer der Bürgermeisterin nicht passt oder nicht von ihrer Partei ist, der wird oft benachteiligt. Die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sagen nur noch hinter vorgehaltener Hand ihre Meinung. Im Sinne der Meinungsfreiheit frei und offen zu sprechen ist in der Stadtverwaltung gefährlich, denn die Bürgermeisterin ist nachtragend, wie es schon mehrere erfahren haben. Die ihr vom Wähler nur zeitweise übertragene Macht missbraucht sie dann sogar zum Schaden der Bürger. Dazu nur ein Beispiel. Es geht um mich selbst. Ich habe zwei Studienabschlüsse, eine Zulassung als HP Psychotherapeut, eine Ausbildung zum Heilpraktiker und besitze umfangreiche Kenntnisse in Persönlichkeitsbildung, Weiterbildung, Teamarbeit, Gesundheits- und Ernährungslehre usw. Ich bin pädagogisch gut geschult und wäre sicherlich zum Wohle der Bürger gut einsetzbar gewesen, was mir zu meinem 25. Dienstjubiläum durch eine Ehrenurkunde kurz vorher auch bestätigt wurde. Dann sah ich mich genötigt, das Verhalten von Frau Leidemann zu kritisieren. Über Mittelsleute ließ sie mich für ca. 175.000 € Lohn auf Kosten der Steuerzahler kaltstellen. Ich wurde wiederholt und fast komplett über drei Jahre daran gehindert, mich zum Wohle der Wittener Bevölkerung einzubringen. Mehrere 10.000 € dürften dabei auch an Einnahmen der VHS-WWH verloren gegangen sein. Das schlimmste jedoch ist: Ich hätte vielleicht 100 oder noch viel mehr Menschen helfen können, ihre Gesundheitsvorsorge erheblich zu verbessern. Krankheiten und Leiden hätten sie vermeiden und ihr Leben preis- und lebenswerter gestalten können und die Verlängerung des Lebens einzelner Kursteilnehmer um 10 Lebensjahre oder mehr wäre vielleicht auch noch möglich geworden. Ihre maßlose, über Jahre beibehaltene Rache zeigt ihren Charakter an, und ich frage Sie, entspricht er den Forderungen, die an ein solches Amt in einer Demokratie zu stellen sind? Ihr Verhalten blockiert die weitere Entwicklung und dokumentiert, was man in Zukunft von ihr erwarten kann. Sie als Wähler sollten wählen gehen, um endlich den Filz aufzubrechen, mehr Demokratie und Menschlichkeit zu ermöglichen und nur den oder die wählen, die ihr Vertrauen wirklich verdienen. Informieren sie sich nicht nur über die Parteiprogramme, sondern studieren sie auch gründlich die Gesichter, notfalls auf den Wahlplakaten.
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ein Leserbrief von Joh. E. Clermont