Vier Jahre Montagsdemo |
| Berichte |
| Freitag, den 01. August 2008 |
Am 9. August 2004 um 17 Uhr am Berliner Platz war die Geburtsstunde der Wittener Montagsdemonstration. Seitdem wird Montag für Montag demonstriert – und das nicht nur in Witten, sondern in über 100 weiteren Städten in Deutschland. Das sind vier Jahre Widerstand gegen Hartz-IV, mit allen Höhen und Tiefen. Bereits in unserer zweiten Ausgabe von "Witten im AUFbruch" aus dem Jahre 2004 haben wir gesagt: "Manch einer Denkt: 'Bringt nichts...’ Doch wir müssen langen Atem bewahren." Zu diesem langen Atem sagen wir:Herzlichen Glückwunsch zu vier Jahren Montagsdemo!Vier Jahre Montagsdemo sind auch vier Jahre Geschichte: "Dieser Protest in der Form ist etwas völlig Neues. Jede Woche gibt es die Möglichkeit, seinen Protest auf die Straße zu tragen. Das hat es seit dem zweiten Weltkrieg in Deutschland noch nicht gegeben." Damit brachte Romeo Frey – Sprecher der Montagsdemo Witten – die Bedeutung dieser Protestbewegung auf den Punkt.
Alfred, ein Montagsdemonstrant der ersten Stunde: "Ich bin die Bahnhofstraße entlang gegangen und habe die Montagsdemo gesehen. Ich dachte, das machen die drei, vier Mal und dann sind die ruhig. Ich schloss mich trotzdem an und bin stolz darauf, dabei zu sein!"
Reinhard Mischke zeigte auf, dass es in der Diskussion um die Politik immer wieder zu dem Ergebnis gekommen ist, dass eine gesellschaftliche Alternative her muss, um die Politik zu Gunsten der breiten Massen zu ändern. Für ihn ist das der Sozialismus. Damit geht es nicht mehr nur um Hartz-IV, sondern um die gesamte Gesellschaftsordnung. Es wurde aber nicht nur diskutiert, sondern vor allem gefeiert: „Und sie tanzten einen Tango, Gerhard Schröder und Peter Hartz...“"Der letzte Tango von Berlin" war ein passender Rückblick auf die Geschichte der Hartz-Gesetze. Der Bielefelder Musiker Norbert Ruppik, der in Witten schon mehrmals mit dem Projekt Kugelmenschen aufgetreten ist, brachte in seiner Ankündigung zu seinem ersten Lied den Fehler der Politik auf den Punkt: "Der Fehler ist nicht irgendein Gesetz, sondern die falsche Verteilung des Reichtums."
Passend dazu spielte er mehrere selbstgeschriebene Lieder auf seiner Gitarre, die Montagsdemonstranten wie Passanten begeisterten.
"Aufstehen und Losgehen" forderte der Gitarrist mit seiner Musik die Menschen auf, sich einzureihen. Einige blieben bis zum Ende der Montagsdemo.Einig sind sich weiterhin alle gemeinsam: „Wir geben nicht klein bei, ehe das Hartz-Gesetz vom Tisch ist!“
AUF Witten schließt sich dem an, getreu unserem Motto:
Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern!
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Am 9. August 2004 um 17 Uhr am Berliner Platz war die Geburtsstunde der Wittener Montagsdemonstration. Seitdem wird Montag für Montag demonstriert – und das nicht nur in Witten, sondern in über 100 weiteren Städten in Deutschland. Das sind vier Jahre Widerstand gegen Hartz-IV, mit allen Höhen und Tiefen. Bereits in unserer zweiten Ausgabe von "Witten im AUFbruch" aus dem Jahre 2004 haben wir gesagt: "
Reinhard Mischke zeigte auf, dass es in der Diskussion um die Politik immer wieder zu dem Ergebnis gekommen ist, dass eine gesellschaftliche Alternative her muss, um die Politik zu Gunsten der breiten Massen zu ändern. Für ihn ist das der Sozialismus. Damit geht es nicht mehr nur um Hartz-IV, sondern um die gesamte Gesellschaftsordnung.
Es wurde aber nicht nur diskutiert, sondern vor allem gefeiert: „Und sie tanzten einen Tango, Gerhard Schröder und Peter Hartz...“
"Aufstehen und Losgehen" forderte der Gitarrist mit seiner Musik die Menschen auf, sich einzureihen. Einige blieben bis zum Ende der Montagsdemo.