Samstag, 19. Mai 2012

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Montagsdemo: Solidarität mit den Menschen in Japan

Berichte
Dienstag, den 15. März 2011

Stilllegung aller Atomkraftanlagen weltweit und sofort auf Kosten der Betreiber

Die gestrige Montagsdemonstration in Witten befasste sich ausschließlich mit der Natur- und Atomkatastrophe in Japan. Betroffen zeigten sich viele Redner von dem über die Menschen hereingebrochenen Unglück durch Erdbeben und Tsunami. Doch die verheerende nukleare Verseuchung hat mit Schicksal nichts zu tun, sondern ist Ergebnis einer auf Profitmaximierung basierenden Energiepolitik. Den am offenen Mikrofon geäußerten Ansichten war eines gemeinsam war: der Mensch und die Technik können die Atomkraft nicht sicher beherrschen.

In Japan hätten schon die nukleare Verseuchung mit Atombomben in Hiroshima und Nagasaki Ende des zweiten Weltkriegs und die große Erdbebengefährdung den Bau von Atomanlagen ausschließen müssen.

Aber auch hier in Deutschland hätte es angesichts jahrzehntelanger Warnungen und Protest sachkundiger Mitglieder der Antiatombewegung einer Katastrophe wie die in Tschernobyl vor 25 Jahren oder der jetzigen in Japan nicht bedurft. Dennoch wurde und wird das Märchen von der Sicherheit der Atomkraft propagiert.

Die Politik von Rot-Grün, die mit ihrem Ausstiegsszenario die damals maximale Laufzeit der Atomkraftwerke erst ermöglicht hat und die Politik von Schwarz-Gelb, die den Ausstiegsbetrug durch eine Verlängerung noch mal weitergetrieben hat, zeigen nur eines: sicher im Zusammenhang mit der Atomkraft sind nur die Riesenprofite der Betreiber und Anlagenhersteller und die Willfährigkeit der Berliner Politik.

Doch dies kann nach Japan nicht länger hingenommen werden. Statt den Atomkraftgegnern den Vorwurf der Instrumentalisierung des Elends der japanischen Bevölkerung zu machen, sollten jetzt ernsthafte und verantwortungsbewusste Konsequenzen gezogen und weltweit alle Atomanlagen sofort stillgelegt werden. Bei einem Stromanteil von weltweit unter 5 Prozent ist die Behauptung, dass dann die Lichter ausgehen würden, wenig glaubhaft.

Die Montagsdemo wird das Thema weiter auf der Tagesordnung lassen. Der Schutz vor atomarer Verseuchung ist zwar nicht alles, doch ohne lebenswerte Umwelt verlieren alle anderen wichtigen Fragen der Menschheit an Bedeutung. Deshalb ging die Montagsdemo im Anschluss zur Kundgebung und Demonstration am Rathausplatz und wird den Aufbau einer aktiven Widerstandbewegung für eine sofortige Stilllegung aller Atomkaftanlagen unterstützen.