2004 – 2011: 7 Jahre Montagsdemo |
| Berichte | |||
| Samstag, den 27. August 2011 | |||
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Von Ulrich Wagner – Mitglied im Vorstand von AUF Witten
7 Jahre Montagsdemo wurden ordentlich gefeiert. Mit Kaffee und Kuchen, sozialkritischen Liedern des Bielefelder Liedermachers Norbert Ruppik, einem Rap zu Beginn, einem Tango Argentino, einem Grußwort von der MLPD Ennepe-Ruhr und noch vieles mehr. Die Bilder unten geben dazu einen schönen Eindruck. Romeo Frey, Sprecher der Montagsdemo und von AUF Witten, erhielt auf den Jahrestag hin viele Anrufe von Menschen aus der Bevölkerung. Viele äußerten sich positiv zur Montagsdemo, andere wollten wissen, warum wir überhaupt noch dort stehen und demonstrieren. Das wollen wir an dieser Stelle einmal kurz beantworten.
Erfolg und gelebte Demokratie
Seit Beginn der Bewegung sind wir der Regierung ein Dorn im Auge, denn wir klären ja auf und nehmen kein Blatt vor den Mund – das auch noch in aller Öffentlichkeit. Gleichzeitig zeigen wir den Menschen mit dieser Bewegung, wie wahre Demokratie funktioniert. Ein offenes Mikrofon, an dem sich jeder äußern darf, kann und ja sogar soll. Kritiken werden sachlich, ernst und nicht persönlich genommen. Gehen Sie stattdessen mal in eine Sitzung des Wittener Stadtrates. Dort haben Sie keine Möglichkeit, sich zu äußern, ja sie dürfen noch nicht einmal applaudieren, wenn jemand etwas Gutes sagt. Darf ich als Bürger etwa nicht zeigen, auf wessen Seite ich stehe? Verursacherprinzip
Sie drücken sich vor allen möglichen Kosten. Dabei würde ein Jahresbeitrag von 6 Prozent des Umsatzes reichen, um alle Menschen in diesem Land von den sogenannten Lohnnebenkosten zu befreien. Dazu noch eine 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich würde die Situation der meisten Menschen hier in diesem Land deutlich verbessern. |
Achtung!
Am 17. September fahren wir zur Herbstdemo nach Berlin. Es wird einen Bus mit Bochum, Hattingen und Witten geben. Durch Spenden aus der Bevölkerung können auch Menschen mit ganz wenig Geld mitfahren. Weitere Details werden demnächst auf unserer Homepage veröffentlicht oder sind zu erfragen bei
Romeo Frey: 0 23 02 / 8 19 53
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Man könnte leicht meinen, dass nach 7 Jahren Protest gegen Hartz IV schon längst alles gesagt wurde. Dem ist aber nicht so. Die Montagsdemobewegung in über 100 Städten hat dazu beigetragen, dass dieses Thema nach wie vor in der Politik Bestand hat. Mit Erfolg, denn so wurden immer wieder, wenn auch kleine, Zugeständnisse gemacht. Diese Erfolge machen uns Mut!
Wer Arbeitslosigkeit verursacht, soll auch für die Folgen aufkommen und den Betroffenen Hilfe geben. Ebenso demjenigen, der von dem Arbeitslohn nicht leben kann. Der Staat ist dabei nicht alleine verantwortlich für die Misere, es sind mindestens im gleichen Maß die Großkonzerne. Das ist das Verursacherprinzip.
Verkriechen bringt nichts, nur meckern auch nicht, aber auf die Straße gehen und sagen was wir fordern, umso mehr. Je mehr wir werden, umso mehr können wir erreichen.