Rückgang der Arbeitslosenzahlen ein Fantasieprodukt |
| wöch. Presseerklärung |
| Montag, den 03. November 2008 |
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Dabei nahm die Diskussion um die angeblich rückläufigen Arbeitslosenzahlen einen großen Raum ein. Denn diese wird von der Regierung als Erfolg ausgegeben, weshalb auch an Hartz IV und der Agenda 2010 nicht gerüttelt werden dürfe. Markus Freiburg wies anhand verschiedener offizieller Statistiken über Bezieher von ALG I und II, Sozialgeld, Menschen in "Fortbildungsmaßnahmen", Ein-Euro-Jobber, und Menschen nach der "58-er Regelung" mit Stand September 2008 nach, dass insgesamt 9,617 Millionen Menschen ohne reguläre Vollzeitbeschäftigung sind. Außerdem ist die Zahl der geringfügig Beschäftigten seit 2003 um rund 1,5 Millionen auf insgesamt 7 Millionen dieses Jahr angestiegen. Das führt zur Armut, bevor man offiziell arbeitslos geworden ist. Auch mehr als 1,3 Millionen Menschen sind zusätzlich zu ihrer Vollzeitstelle auf ALG II angewiesen, über 500.000 mehr als 2006.
Die Regierung will diese verschiedenen Statistiken nicht zusammenzählen, sondern verschweigt in der Arbeitslosenstatistik mit nur 3 Millionen Arbeitslosen über zwei Drittel der tatsächlichen und amtlich festgestellten Zahlen – eine unglaublich dreiste statistische Augenwischerei.Auch dies wurde mit vielen anderen Gründen genannt, warum es richtig ist, in Berlin gemeinsam auf die Straße zu gehen und gegen diese Regierungspolitik zu demonstrieren. Es wurden 18 Busfahrkarten verkauft und einzelne Mitfahrer werden noch dazukommen.
Die nächste Montagsdemo ist am 10.11. wie üblich um 17 Uhr am Berliner Platz, dort wird vor allem über die Demonstration in Berlin am kommenden Samstag berichtet. Wer noch kurzfristig mitfahren will, kann nach Anmeldung unter 02302/81953 direkt um 3 Uhr früh zum Bus am Saalbau kommen. Wegen gesammelter Spenden gibt es eine Mitfahrgelegenheit je nach Einkommen schon ab 1 Euro. |

Auf der 202. Montagsdemo in Witten fanden sich etwa 40 Teilnehmer zusammen, um die letzten Vorbereitungen für die bundesweite Demo in Berlin zu diskutieren und am offenen Mikrofon darzulegen, weshalb diese Demonstration wichtig ist. Betont wurde, dass es nicht nur um ein paar Euro mehr für Betroffene geht, sondern um die ganze Richtung der momentanen volksfeindlichen und menschenunwürdigen Regierungspolitik. Diese Demonstration will eine lebenswerte Zukunft statt unwürdiger Bittstellerei und Behördenwillkür, eine Zukunft vor allem für die Kinder und die Jugend.
Die Regierung will diese verschiedenen Statistiken nicht zusammenzählen, sondern verschweigt in der Arbeitslosenstatistik mit nur 3 Millionen Arbeitslosen über zwei Drittel der tatsächlichen und amtlich festgestellten Zahlen – eine unglaublich dreiste statistische Augenwischerei.