Erhöhung des Kindergeldes nicht auf Hartz IV anrechnen |
| wöch. Presseerklärung |
| Montag, den 01. Dezember 2008 |
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Zum Vorwurf der Verletzung des Datenschutzes durch Stadtbaurat Dr. Bradtke wurde festgestellt, dass die Notierung von Krankheitsdiagnosen nichts zur Aufklärung eines auffällig hohen Krankenstandes beim städtischen Reinigungspersonal beiträgt und damit auch nicht der eigentliche Zweck sein kann.
Bei jedem qualifizierten Managerseminar lernt man, dass überhöhte Krankenstände vor allem mit schlechten Führungsmethoden und stressiger Arbeitsorganisation zu tun haben. Wer sich die Zeit nimmt, mit den Reinigungsfrauen zu sprechen, wird das sofort bestätigt bekommen. Doch anstatt hier den Hebel anzusetzen und die Verantwortlichen in der Verwaltung auf den Prüfstand zu stellen, wird ganz unten die Schuld gesucht. Insofern ist das nicht nur ein Problem des Datenschutzes, sondern wie überhaupt mit dem Personal umgesprungen wird. Auch wird nicht untersucht, wie sich die Personalkürzungen ausgewirkt haben. Das bedeutet nämlich nicht nur, dass wieder einige Hartz-IV-Empfängerinnen dazu kommen, sondern auch ein erhöhter Krankenstand. Aber darüber wird nicht gesprochen, dient doch alles der angeblichen Haushaltssanierung.Wie oft muss eigentlich diese untaugliche und menschenfeindliche Methode herhalten, um eigene Versäumnisse zu vertuschen? Die Montagsdemo würde es begrüßen, wenn der Personalrat nicht nur die Verletzung des Datenschutzes anprangern würde, sondern auch diese Zusammenhänge beleuchten würde. Dann müsste er sich auch nicht den Vorwurf einer Hexenjagd auf Dr. Bradtke vorwerfen lassen, denn Bradtke ist es nicht alleine, der diese Zustände zu verantworten hat, das ist das ganze Führungsmanagement unter Leitung der Bürgermeisterin.
Die nächste Montagsdemo am 8.12. wird wieder am Durchgang vom Berliner Platz zur früheren Post stattfinden, wie üblich um 17 Uhr. |

Bei der 206. Montagsdemo in Witten mit etwa 30 Teilnehmern wurde gefordert, dass die zu erwartende Erhöhung des Kindergeldes nicht auf die Grundsicherung angerechnet, sondern voll ausgezahlt wird. Der betroffene Personenkreis, dessen Kinder ohnehin schon in vielen Dingen des Lebens benachteiligt sind, sollte wenigstens an der minimalen Kindergelderhöhung teilhaben können wie andere Eltern auch. Dass Kindergeld überhaupt auf das ALG II angerechnet wird, ist ein nicht hinzunehmender Missstand – das könnte sofort geändert werden, ab Januar 2009 reicht dazu nur eine einfache Verwaltungsverfügung.
Bei jedem qualifizierten Managerseminar lernt man, dass überhöhte Krankenstände vor allem mit schlechten Führungsmethoden und stressiger Arbeitsorganisation zu tun haben. Wer sich die Zeit nimmt, mit den Reinigungsfrauen zu sprechen, wird das sofort bestätigt bekommen. Doch anstatt hier den Hebel anzusetzen und die Verantwortlichen in der Verwaltung auf den Prüfstand zu stellen, wird ganz unten die Schuld gesucht. Insofern ist das nicht nur ein Problem des Datenschutzes, sondern wie überhaupt mit dem Personal umgesprungen wird. Auch wird nicht untersucht, wie sich die Personalkürzungen ausgewirkt haben. Das bedeutet nämlich nicht nur, dass wieder einige Hartz-IV-Empfängerinnen dazu kommen, sondern auch ein erhöhter Krankenstand. Aber darüber wird nicht gesprochen, dient doch alles der angeblichen Haushaltssanierung.