Dienstag, 07. Februar 2012

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Solidarität erfolgreich gegen faschistische Störversuche!

wöch. Presseerklärung
Montag, den 06. April 2009

Die 221. Montagsdemonstration in Witten machte diesmal aus aktuellem Anlass mit über 40 Teilnehmern und noch mal so viel umstehenden Besuchern eine Gesprächsrunde zum Thema, wieso Faschisten auf der Montagsdemo kein Rederecht haben, warum es richtig ist, sich von diesen Ultrarechten zu distanzieren und ihre Verbot zu fordern.

Beim letzten Mal entrollten drei Mitglieder der JN, Jugendorganisation der NPD, direkt neben der Montagsdemo ihre Fahne und versuchten so mit ihrer Gegenkundgebung zu stören. Das wurde erfolgreich vereitelt.

Diesmal kamen aufgrund des Vorfalls einige Menschen mehr, um zu zeigen, dass sie den Faschisten keinen öffentlichen Raum zur Verbreitung ihrer Demagogie lassen. Vor allem, so in der Diskussion, darf nicht zugelassen werden, dass sich die Faschisten durch Teilnahme oder im Zusammenhang mit der Montagsdemo als angeblich soziale Kraft profilieren. Die zunehmenden faschistischen Angriffe auf gewerkschaftlich aktive Kräfte, Antifaschisten und Sozialisten belegen, dass sich am Kurs der Neonazis gegenüber früher nichts geändert hat: sie machen nichts anderes als die Drecksarbeit für Großkonzerne und Banken, die vom Elend der Bevölkerung profitieren.

Zwei Solidaritätsadressen vom Frauenverband Courage und von der Montagsdemo Hattingen wurden verlesen und mit großem Beifall aufgenommen. Darin wurde besonderer Wert auf die Entlarvung der faschistischen Demagogie gelegt, scheinbar gegen Hartz IV zu sein, aber zu verschweigen, dass noch wesentlich schärfere Gesetze gefordert werden – oder in spalterischer Absicht Arbeitsplätze nur für Deutsche zu fordern, anstatt sich gemeinsam gegen Entlassungen und Arbeitsplatzabbau zur Wehr zu setzen. Wer sich spalten lässt, der hat schon verloren.

Es ist eine leidvolle Erfahrung der Arbeiterbewegung, dass sie die faschistische Diktatur wegen Uneinigkeit nicht verhindern konnte, obwohl sie gemeinsam viel stärker gewesen wäre. Deshalb begrüßen wir es, dass sich in der gestrigen Aktion mehr Menschen am Berliner Platz eingefunden haben, als sonst. So konnte die JN ihre Drohung, noch öfter aufzutreten, vorerst nicht wahr machen. Die örtliche Polizei zeigte überdies deutliche Präsenz im Sinne des Schutzes eines ungehinderten Ablaufs der Montagsdemo. Dennoch ist weiterhin Wachsamkeit angesagt.

Die Montagsdemo ruft auf zur Teilnahme am Ostermarsch, weshalb die nächste Montagsdemo erst wieder am 21. April wie gewohnt um 17 Uhr am Berliner Platz stattfinden wird.

 

12/2011: aktualisierte Dokumentation zu den Stadtwerken Witten

Dokumentation Stadtwerke Witten in Witten im AUFbruch

5.11.2011 Witten im AUFbruch 4/2011

Dokumentation zu HP Pelzer