Wittener Montagsdemo diskutiert über die Europawahl |
| wöch. Presseerklärung |
| Montag, den 25. Mai 2009 |
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Die 227. Montagsdemonstration in Witten diskutierte lebhaft über die bevorstehende Europawahl und die Frage, welche Parteien für die Menschen eigentlich noch wählbar sind. Mehrere Teilnehmer sprachen sich am offenen Mikrofon für einen „aktiven Wahlboykott“ aus und riefen dazu auf, ganz bewusst ungültig zu stimmen. Die Auseinandersetzung zeigte ganz deutlich, dass sich die Bürgerinnen und Bürger durch die etablierten Parteien schon lange nicht mehr vertreten fühlen. Besonders kritisiert wurden die Wahlslogans, die den Menschen suggerieren sollen, dass in der derzeitigen Weltwirtschaftskrise die Finanzmärkte durch die Politik noch kontrollierbar seien. In diesem Zusammenhang wurde durch einige Redner deutlich gemacht, dass wir eine Weltwirtschaftskrise in einem noch nicht gekannten Ausmaß erleben werden, die alle bisherigen Krisen in den Schatten stellen wird.
Eine Rednerin erinnerte an den erst vor einigen Tagen vorgelegten Armutsbericht und machte deutlich, dass auch die Armut in einem „Wohlstandsland“ wie der Bundesrepublik immer mehr zunimmt, auch in den Städten im Ruhrgebiet. Die Montagsdemonstration lud ein zum 14. Internationalen Pfingstjugendtreffen auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen am Samstag, 30.05. und Sonntag, 31.05. Wer eine Mitfahrgelegenheit zur Zukunftsdemonstration oder dem Pfingstjugendtreffen sucht, kann am Samstag morgen zum Saalbau kommen. Abfahrt ist um 9.15 Uhr. Die nächste Montagsdemonstration findet erst wieder in zwei Wochen am 08. Juni statt, wieder um 17.00 Uhr auf dem Berliner Platz. |

Von einem Montagsdemonstranten wurden kritische Gedanken zu einem Wahlplakat der SPD in die Diskussion gebracht: „Dumpinglöhne würden CDU wählen“. Die Wähler sollten dabei nicht vergessen, dass es die SPD und die Grünen gewesen sind, die die Hartz-Gesetze auf den Weg gebracht und dadurch erst die Voraussetzung geschaffen haben, dass in Deutschland ein Niedriglohnsektor entstehen konnte und die Zahl der Leiharbeiter rapide angestiegen ist. Die Montagsdemonstration bekräftigte ihre Forderung, dass Hartz IV weg muss, ohne Wenn und Aber.



