Solidarität mit dem Erzieherinnenstreik |
| wöch. Presseerklärung |
| Montag, den 08. Juni 2009 |
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Die 229. Montagsdemonstration in Witten mit ca. 15 Teilnehmern sprach sich solidarisch für die Kampfmaßnahmen der Erzieherinnen der städtischen Kitas aus. Hier geht es nicht nur um die berechtigten Forderungen zur Verbesserung der Arbeitssituation und Bezahlung der Beschäftigten, sondern um das Wohl der Kinder. Ihre Betreuung mit den Anspruch ihre ungestörte Entwicklung zu fördern und zu gewährleisten lässt sich nur einer gehörigen Portion Herzblut und ohne Arbeitsdruck und Stress in zu großen Gruppen verwirklichen. Die Montagsdemo begrüßt deshalb die laufenden Kampfmaßnahmen, weil der die Kinder betreffende Sparkurs entgegen der vollmundigen Versprechungen der Politik durchbrochen werden muss.
Dazu bietet auch die Montagsdemo ein wöchentliches Forum. Ohne Widerstand wird es nicht möglich sein, Änderungen herbeizuführen. Dass es dabei überhaupt nicht am Geld fehlt, haben die bekannt gewordenen Größenordnungen in Milliardenhöhe über verbanntes Spekulationsgeld hinreichend bewiesen. Mit einem Bruchteil dieser Summen könnten die Probleme in den Kitas leicht gelöst werden. Die nächste Montagsdemo ist am 15. Juni um 17 Uhr wie gewohnt am Berliner Platz und befasst sich unter anderem mit der Frage: "Kann mit besseren Managern eine Wirtschaftskrise verhindert werden?" Zu dieser Ansicht könnte man gelangen, wenn man der Darstellung der Krisenursachen von etablierter Politik und Medien folgt. Es muss aber bezweifelt werden, dass Manager sich auf Dauer den Gesetzmäßigkeiten der kapitalistischen Wirtschaft entziehen können. Deshalb macht es Sinn, sich näher mit diesen Gesetzmäßigkeiten zu beschäftigen. |

Die Montagsdemo vertritt ohnehin die Auffassung, dass man seine Lebensfragen nicht der offiziellen Politik überlassen darf – dieses Vertrauen ist schon längst verspielt. Wir müssen selbst Politik in unserem eigenen Interesse machen. Deshalb appelliert die Montagsdemo auch an betroffene Eltern, statt Unmut gegenüber den Erzieherinnen aufkommen zu lassen, sich aktiv solidarisch zu erklären und gemeinsam gegen die Ursachen, nämlich die soziale Kahlschlagpolitik, vorzugehen.



