Samstag, 19. Mai 2012

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Montagsdemo in Witten wieder besser besucht

wöch. Presseerklärung
Montag, den 21. April 2008

altAn der 176. Montagsdemo in Witten beteiligten sich bis zu 40 Teilnehmer und viele interessierte Zuhörer. 

Großen Raum nahmen die begeisterten Berichte der beiden Delegierten ein, die vom bundesweiten Koordinierungstreffen der Montagsdemonstranten in Kassel am vergangenen Wochenende berichteten. Besonders beeindruckt zeigten sie sich, welcher Andrang am offenen Mikrofon herrschte und wie vielfältig und selbstbewusst die Beiträge waren. Auf verschiedne Behinderungen durch lokale Ordnungsämter äußerten z.B. die Dessauer Montagsdemonstranten, sie hätten schließlich die Straßen bezahlt, dann dürften sie dort auch ungehindert ihre Meinung demonstrieren.
Mit Beifall wurde aufgenommen, dass sich ein Delegierter aus Witten mit seinen 67 Jahren bereit erklärt hat, in der bundesweiten Koordinierungsgruppe mitzuarbeiten. Für die Bestätigung seiner Kandidatur durch die Montagsdemo gab es nur Zustimmung, weder Enthaltung noch Ablehnung wurde geäußert.
An diesem Einzelbeispiel wird ein Trend deutlich, wie sich zunehmend Rentner in das politische Tagesgeschehen einmischen. Die Regierenden haben offensichtlich falsch eingeschätzt, wie weit sie mit ihren Angriffen auf die Lebenslage der Rentner gehen können, sonst würde zusätzlich zu den jahrelangen Kürzungen nicht auch noch so gehässige Kommentare abgegeben, die Rentner lägen ihren Enkeln quasi auf der Tasche. Das kommt den Betroffenen wie eine Verhöhnung vor, zumal sie in der Regel über 40 Jahre gearbeitet haben.alt
Weiterer Diskussionspunkt war das marode Gesundheitssystem, das seine Fiktion, jedem Menschen eine adäquate Gesundheitsversorgung zu bieten, immer mehr verliert. Die Wirklichkeit ist, dass schon immer ein zwei Klassensystem in der Gesundheitsversorgung geherrscht hat – nur wird das heute besonders krass deutlich. 

Die nächste Montagsdemo findet statt am Montag, den 28. April um 17 Uhr am Berliner Platz und wird die Situation nach Verabschiedung des Haushalts der Stadt Witten erörtern sowie für die Beteiligung an der 1. Mai.-Kundgebung des DBG Werbung machen und den Schulterschluss zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen im Kampf gegen Ungerechtigkeit suchen.