Vorschläge für den Sozialheuchler des Jahres |
| wöch. Presseerklärung |
| Montag, den 28. April 2008 |
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Die 177. Montagsdemo in Witten beteiligten mit wetterbedingt etwa 30 Teilnehmern Passanten diskutierte verschiedene Vorschläge für den Sozialheuchler des Jahres.
Mehrere Kandidatinnen und Kandidaten wurden erwähnt. Aus Witten wurde Frau Bürgermeisterin Sonja Leidemann vorgeschlagen, weil sie als ver.di-Mitglied gegenüber der 8% Tarifforderung von ver.di öffentlich Solidarität bekundete. Als Arbeitgebervertreterin und Bürgermeisterin hat sie im Haushaltsentwurf aber nur 3 % vorgesehen, was angesichts der Teuerung auf einen Real-Lohnabbau hinausgelaufen wäre.
Weitere Kandidaten waren Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit ihrer Empfehlung, die Leute sollten mal auf eine Tasse Kaffee verzichten. Wo war nur ihre Enthaltsamkeit bei der Diätenerhöhung? Nicht zu erkennen.Finanzminister Peer Steinbrück empfahl den Bürgern doch mal in Brandenburg Urlaub zu machen, anstatt in Spanien. Doch auch von ihm gibt es keine Initiative, die üppige Altersüberversorgung der Abgeordneten zu ändern, obwohl sich das beim letzten Gerichtsurteil zugunsten seines Amtsvorgängers Eichel angeboten hätte. Dieser erhält monatlich über 5.000 € als zuvor und damit insgesamt über 13.000 € Pension, für die er selbst keinen Euro eingezahlt hat.
Müntefering (SPD) ist ganz großer Favorit mit seiner früheren Aussage "Rente mit 67 mit uns nicht" und dann hat er sie selbst eingeführt, als er das Ministeramt innehatte.
Zum Abschluss der Kundgebung wurde auch noch auf die Maikundgebung des DGB eingeladen, wobei ausdrücklich bedauert wurde, dass eine angebotener Kulturbeitrag, nämlich der auf vielen Montagsdemo schon gesungene und begeistert aufgenommene 1-Euro-Job-Blues vom Veranstalter nicht zugelassen wurde.
Die nächste Montagsdemo findet statt am Montag, den 05. Mai wie immer um 17 Uhr am Berliner Platz. Dort wird der Sozialheuchler des Jahres gewählt und die Kandidatur für den Sozialräuber des Jahres besprochen. |

Weitere Kandidaten waren Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit ihrer Empfehlung, die Leute sollten mal auf eine Tasse Kaffee verzichten. Wo war nur ihre Enthaltsamkeit bei der Diätenerhöhung? Nicht zu erkennen.