Soziale Heuchelei weiter verbreitet als gedacht |
| wöch. Presseerklärung |
| Montag, den 05. Mai 2008 |
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Bei der Diskussion stellte sich schnell heraus, dass es mit der Wahl eines oder auch von zwei Kandidaten nicht getan ist. Allein schon die Tausenden von Abgeordneten in Bund und Landesparlamenten, die sich nicht grundsätzlich gegen das momentane System der Über-Alters-Versorgung von Abgeordneten wenden, gehören mit dazu. Denn wie ernst zu nehmen sind solche Leute, die den Untertanen ein Sparprogramm nach dem anderen verordnen und genau wissen, dass die heutige Jugend nach 40 Beitragsjahren gerade mal auf den Sozialhilfesatz kommt, während sie selbst nach wenigen Jahren buchstäblich ausgesorgt haben und für die Leistungen noch nicht einmal einen entsprechenden Gegenwert einzahlen müssen?
Bei der Montagsdemo war niemand zu finden, der sich daran erinnern könnte, dass irgendein Abgeordneter dieses skandalöse Altersversorgungssystem abschaffen wollte. Im gleichen Atemzug wurden auch Ministerpensionen und Pensionen politischer Beamter erwähnt.
Wenn man einzelne dieser Vertreter in negativer Weise auszeichnen und hervorheben wollte, müsste man eher einen Preis für besondere Unverfrorenheit und Hochmut gegenüber dem Volke vergeben. In diesem Zusammenhang wurden der frühere Bundeskanzler und heutige Gazprom-Vertreter Schröder genannt, aber auch Alt-Kanzler Kohl mit seinem schlechten Gedächtnis bezüglich schwarzen Kassen und Spenden.
Offenbar sind die Menschen heute nicht mehr so vergesslich gegenüber Politikersünden wie früher und es mehren sich auch Kritiken am System überhaupt. Die Suche nach echten Alternativen wird zunehmend intensiver und erfasst immer mehr Menschen.Das berechtigt zu Hoffnungen auf grundsätzliche Änderungen und ist ein Ansporn, am Widerstand gegen Hartz IV und das dahinter stehende volks- und sozialfeindliche Politikprinzip festzuhalten. Auch diesmal wurde wieder gut gespendet für die Großdemonstration im November in Berlin, so dass schon zum heutigen Stand für etwa 5 - 10 Personen mit Niedrigeinkommen die Busfahrkarte finanziert ist.
Die nächste Montagsdemo findet statt am Montag, den 19. Mai wie immer um 17 Uhr am Berliner Platz. Pfingstmontag wird die Demo ausgesetzt. |

Bei der 178. Montagsdemo in Witten sollte der oder die Sozialheuchler/in des Jahres gewählt werden. An der Wahl beteiligten sich etwa 30 Teilnehmer, etliche Passanten hörten interessiert zu.
Offenbar sind die Menschen heute nicht mehr so vergesslich gegenüber Politikersünden wie früher und es mehren sich auch Kritiken am System überhaupt. Die Suche nach echten Alternativen wird zunehmend intensiver und erfasst immer mehr Menschen.