Samstag, 19. Mai 2012

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Knie beugt, die Arme dreh'n ...

wöch. Presseerklärung
Montag, den 02. Juni 2008

altDie 181. Montagsdemo in Witten mit etwa 30 Teilnehmern und etlichen Passanten wurde begrüßt mit einem Spottgedicht auf die Kinderarmut. Darin heißt es unter anderem:

 

"Frau Merkel, ja die hat erkannt: Es gibt viel arme Kinder. Drum wird auch bei Hartz 4 gespart, Diät ist doch gesünder. Knie beugt, die Arme dreh'n, viermal seitwärts schlagen. All mein Essen lass ich steh'n, weil schon satt mein Magen."
Doch dabei lässt das Gedicht es nicht bewenden: "Wir stehen lieber auf und wehren uns - s'ist besser als verzagen!"
Wieder einmal brachte die Diskussion etliche Beispiele dafür, dass Harzt IV völlig unzureichend ist. So wurde mit Hartz IV die Heizkostenpauschale gesenkt, während bis zum heutigen Tage die Energie- und Heizkosten beständig zunehmen. Die momentane Pauschale deckt nicht einmal mehr die Hälfte der tatsächlichen ganz knapp bemessenen Kosten. Positiv vermerkt wurde der Erfolg einer Montagsdemonstrantin, die mit Hilfe eines von der Montagsdemo vorgeschlagenen Anwalts erfolgreich die Anerkennung ihrer Heizkosten durchsetzen konnte.
altWeil die Regelsätze so knapp bemessen sind, ist die Kinderarmut in Hartz-IV-Familien auch vorprogrammiert. Deshalb fordert die Montagsdemobewegung einen Hungerzuschlag von aktuell 50 Euro. Die permanente Verletzung der Menschenwürde durch Hartz IV kann damit allerdings nicht aufgehoben werden. Jeder muss die Chance haben, sein Leben selbst und mit einem entsprechenden Einkommen gestalten zu können. Das und damit auch eine wirkliche Bekämpfung der Kinderarmut könnte nur durch die ersatzlose Abschaffung dieses Armutsgesetzes erreicht werden.

 

Die nächste Montagsdemo wird sich mit der Arbeitsmarktsituation in Witten speziell auch der Jugend beschäftigen und findet statt am Montag, den 09. Juni wie immer um 17 Uhr am Berliner Platz.