Samstag, 19. Mai 2012

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Trotz Platzregen unverdrossen

wöch. Presseerklärung
Montag, den 07. Juli 2008

altDie 186. Montagsdemo in Witten mit anfangs etwa 15 Teilnehmern war leider durch Regschauern etwas beeinträchtigt. Dennoch machte das gemeinsame Topfschlagen anlässlich des bundesweiten "Tags des Hungerzuschlages" nicht nur Spaß, sondern erzeugte auch Neugier und Interesse. Nachdem die Sonne wieder zum Vorschein kam, wurden 100 Flugblätter verteilt und die Diskussion am offenen Mikrofon zog doch noch einige in Bann, sodass am Ende wieder wie in den letzten Wochen rund 40 Personen sich beteiligten.

Das vorgetragene Gedicht "Demokratie?!" erzeugte nachdenkliche Zustimmung bei den Zuhörern: "Demokratie wird hier zu Land oft als recht hinderlich erkannt. Wär' das Volk der Souverän, könnte vieles nicht gescheh'n; dem Volke predigt man Verzicht, nur für Kapitalvertreter gilt das nicht. Die zieh'n voll Geldgier an den Fäden, woran die 'Volksvertreter' schweben."

In den Gesprächen mit Passanten zeigte sich ein großer Unmut über die herrschende Politik und ihre Vertreter und es gibt erste Anzeichen, dass sich eine breitere Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit im sozialen Widerstand wie bisher zu entwickeln beginnt: neue Mitstreiter schlossen sich an und eine große Spendenbereitschaft von vielen Einzelspendern erbrachte bis jetzt eine Summe von über 300 €. Das Geld ist für die Teilnahme an der bundesweiten Demonstration im November gegen die menschenfeindliche Arbeits- und Sozialpolitik der Bundesregierung in Berlin gedacht und auch Geringverdienern eine Mitfahrt ermöglichen.
altEin weiteres Thema war die Solidarität mit 8 Leiharbeitern bei Opel Bochum, denen von ihrer Leiharbeitsfirma fristlos gekündigt wurde, nachdem sich die Opelgeschäftsführung offensichtlich über diese Kollegen beschwert hatte. Sie haben nämlich ihre geringe Bezahlung von etwa der Hälfte von dem was die Stammbelegschaft erhält, zum Anlass für eine Information beim Betriebsrat genommen. Doch offenbar ist den Bossen so sehr an einer Aufrechterhaltung der Spaltung der Arbeiter gelegen, dass sie schon bei einer nach dem Betriebsverfassungsgesetz zustehenden Information rot sehen. Dagegen hat sich ein Solidaritätskreis gebildet und die Montagsdemo Witten bringt ihre Solidarität und Bewunderung über den Mut der Entlassenen zum Ausdruck. Ihr Kampf ist auch unser Kampf!

Die nächste Montagsdemo am 14.7. befasst sich bereits mit der Vorbereitung der 4-Jahres-Feier am 4. August und findet wie immer um 17 Uhr am Berliner Platz statt.