Das Recht zu demonstrieren lassen wir uns nicht nehmen! |
| wöch. Presseerklärung |
| Montag, den 14. Juli 2008 |
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Die Montagsdemo hat dagegen eine ganz andere Auffassung von Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Bei uns muss der Mensch im Mittelpunkt stehen und die Kinder sollen eine menschenwürdige Zukunft haben. Deshalb sind wir gegen Hartz IV als Symbol einer Politik, die Reiche reicher und Arme ärmer macht. Und davon lassen wir uns auch von gehässigen und überheblichen Kommentaren nicht abbringen. Auch der Hinweis von "artie", hier würden Rentner stellvertretend für Hartz IV-Empfänger agieren, geht am wirklichen Leben und Problem vorbei. Was ist verkehrt daran, dass Leute, die selbst mehr als 45 Jahre in die Sozialsysteme eingezahlt haben, dennoch sich Sorgen machen um die künftigen Generationen und sich eben nicht auf den Standpunkt stellen, ich habe meinen Teil geleistet, lasst mich in Ruhe? Außerdem sind Rentner genauso wie die Mehrheit der Bevölkerung von der Umverteilungspolitik zugunsten von Banken und Großkonzernen betroffen. Der über 30 prozentige Abbau des mittleren Lohnniveaus in Deutschland seit Einführung von Hartz IV hat auch zu stagnierenden und rückläufigen Renten geführt, man muss bereits Sorgen machen um Alterarmut.Interessanterweise war aufgrund der engagierten Debatte die Teilnehmerzahl so hoch wie schon längere Zeit nicht mehr. Gegenwind macht stark!
Die nächste Montagsdemo am 21.7. befasst sich mit der Situation der Tafel und der angebotenen reduzierten Einkaufsmöglichkeiten für den ALG-II-Personenkreis und findet wie immer um 17 Uhr am Berliner Platz statt. |

Die 187. Montagsdemo in Witten mit über 50 Teilnehmern beschäftigte sich ausführlich mit einigen E-Mail-Zuschriften auf den Pressebericht über den Aktionstag zum Hungerzuschlag mit "Topfschlagen". So meint "Goldjunge", "man könnte die Zeit der Montagsdemo auch nutzen, um sich um Arbeit zu bemühen." Ja wenn das so einfach wäre, mal in einer Stunde Arbeit zu bekommen, von der man auch leben kann, dann hätte sich die Montagsdemo bereits lange aufgelöst. "Luke Skywalker" schreibt sogar "Macht endlich Schluß mit der Belästigung der arbeitenden Bevölkerung, die einen Sozialstaat erst ermöglicht" .Abgesehen davon, dass man bei Managereinkommen von 50 Millionen jährlich wie bei Porschechef Wedekind und damit verbundener flächendeckender staatlich subventionierter Arbeitsplatzvernichtung und Verlagerung ins Ausland kaum von einem Sozialstaat reden kann – wird den Betroffenen etwa das Recht abgesprochen, sich zu wehren und gegen ihre menschenunwürdige Behandlung zu demonstrieren? Gilt hier schon der Grundsatz, wer Almosen vom Staat erhält, soll sich schämen und nicht aufmucken, sondern zufrieden sein dass er nicht verhungern muss?
Die Montagsdemo hat dagegen eine ganz andere Auffassung von Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Bei uns muss der Mensch im Mittelpunkt stehen und die Kinder sollen eine menschenwürdige Zukunft haben. Deshalb sind wir gegen Hartz IV als Symbol einer Politik, die Reiche reicher und Arme ärmer macht. Und davon lassen wir uns auch von gehässigen und überheblichen Kommentaren nicht abbringen. Auch der Hinweis von "artie", hier würden Rentner stellvertretend für Hartz IV-Empfänger agieren, geht am wirklichen Leben und Problem vorbei. Was ist verkehrt daran, dass Leute, die selbst mehr als 45 Jahre in die Sozialsysteme eingezahlt haben, dennoch sich Sorgen machen um die künftigen Generationen und sich eben nicht auf den Standpunkt stellen, ich habe meinen Teil geleistet, lasst mich in Ruhe? Außerdem sind Rentner genauso wie die Mehrheit der Bevölkerung von der Umverteilungspolitik zugunsten von Banken und Großkonzernen betroffen. Der über 30 prozentige Abbau des mittleren Lohnniveaus in Deutschland seit Einführung von Hartz IV hat auch zu stagnierenden und rückläufigen Renten geführt, man muss bereits Sorgen machen um Alterarmut.