AUFstehen für eine Perspektive

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach dem Durchlesen all dieser zahlreichen Berichte (Anm. d. Red.: siehe Witten im AUFbruch 3/2016) steht die Frage im Raum: Was ist die Schlussfolgerung hieraus?

Sicher gibt es in vielen Punkten Ansichten, bei denen Sie sagen werden "Ist ja schön und gut, aber...". Das liegt in durchaus berechtigten Kritiken und Zweifeln begründet. Aber entscheidend ist doch, ob wir uns einig in der Frage sind, dass sich etwas in dieser Gesellschaft verändern muss und wir das in der Hand haben.

Mit dieser Einigkeit kann die Schlussfolgerung dann doch nur sein, sich bei AUF Witten zu organisieren und aktiv zu werden entsprechend seinen Möglichkeiten. Über die Wege zum Ziel können wir dabei fleißig auf Augenhöhe streiten.Dabei ist es unerheblich ob Sie ein Parteibuch haben oder nicht.

Wenn es um die Sache geht, dann nur über weltanschauliche Grenzen hinweg auf antifaschistischer Grundlage.

Was kann man denn mit einem Kommunalwahlbündnis erreichen? Wir möchten dazu ein ganz junges Beispiel aus Gelsenkirchen anführen.

Dort wurde die sog. Wohnsitzauflage beschlossen und rückwirkend zum 1. Januar 2016 angewandt. Es handelt sich dabei um ein Landesgesetz, dass Kommunen anwenden können um z.B. die "Flüchtlingskrise zu bewältigen". Das Gesetz besagt, dass sämtliche Flüchtlinge vorgeschrieben bekommen, wo sie zu wohnen haben. Sie dürfen sich damit nicht mehr frei in diesem Land bewegen.

Es entfaltete sich nicht nur reger Protest von den Flüchtlingen aus, sondern auch aus der Bevölkerung. Protestcamps vor dem Hans-Sachs Haus mit viel Solidarität aus der Bevölkerung waren dabei nur der Anfang. Die Montagsdemo Gelsenkirchen trat offensiv gegen dieses Gesetz ein, mobilisierte bis zu 450 Teilnehmer. AUF Gelsenkirchen, ein Bündnis wie AUF Witten, trug das über die Ratsfrau Monika Gärtner-Engel in den Stadtrat. Es wurden zahlreiche Auseinandersetzungen geführt.

Das Ergebnis ist, dass fürs erste eine erweiterte Härtefallregelung geschaffen wurde, die 800 Flüchtlingen vorerst Sicherheit bietet. Darüber hinaus gelang es, dieses und das Integrationsgesetz so in die Kritik zu bringen, dass dieses nun auf der Kippe steht.

Deshalb ist es so wichtig sich zu organisieren. Auch diese Zeitung ist nur möglich durch organisiertes Arbeiten. Dabei ist es wahrlich keine Kunst das zu tun, sondern eine Entscheidung, die Sie treffen müssen.

Genauso ist es keine Kunst sich in eine Sache hinein zu begeben um sie zu verstehen, sondern ebenfalls eine Entscheidung. Wie sollen denn die DEW Kollegen ihr Weihnachtsgeld zurück erkämpfen, wenn nicht in organisierter Weise? Oder sollen wir auf die Institutionen warten, die z.B. für die Vertuschung der Feinstaub- und Nickelbelastung bei DEW verantwortlich ist um selbiges zu lösen?

Wenn wir uns darin einig sind, dass wir hier etwas verändern können, melden Sie sich bei uns. Dann können wir all Ihre Fragen, Bedenken, Kritiken, usw. gemeinsam beraten. Begeben Sie sich doch einfach mal hineinbei einem unserer nächsten Termine.

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2017  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern