Gutes setzt sich auf Dauer durch |
| einige gute Gründe |
| Samstag, den 27. August 2011 |
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von Gregor Duve, Mitglied im Vorstand von AUF Witten
Die Bilanz einer solchen Politik über die Jahrzehnte hinweg ist verheerend und ermöglicht weder Zukunft noch Perspektive einer lebenswerten Stadt. Die Leerstände im Celestianbau werden seit Jahren auf Kosten der Allgemeinheit über die Stadtwerke beglichen. Die Luxus–Bushaltestelle taugt nicht gegen Regen und ist ein Fass ohne Boden mit Folgekosten für Reinigung und Nachbesserungen wie Blitzableiter. Das Hallenbad in der Innenstadt, über Jahre vernachlässigt, wurde wegen aufgelaufener hoher Instandsetzungskosten geschlossen und abgerissen. Ein rechtzeitiger Erhalt hätte dagegen nicht nur der Gesundheitsförderung und Jugendarbeit gedient, sondern einen finanziell lukrativen Ausbau als Freizeitattraktion ermöglicht. Jetzt dient das verhökerte Grundstück Privatinvestoren im boomenden Markt für Altenheime. Statt kleineren Klassen und Chancen für arbeitslose Lehrer werden Schulen geschlossen und den Kindern immer weitere Schulwege und große Klassen zugemutet. Die eingesparten Grundstücke sollen die Schulden der Stadt reduzieren – ein hoffnungsloses Unterfangen bei fast 300 Millionen Euro. Da hilft auch die Schließung dezentral und wohnortnah gelegener Spielplätze nichts, außer dass solche Maßnahmen die Probleme alleinerziehender, berufstätiger Eltern oder Eltern ohne Auto erheblich verschärfen. Dafür explodieren dann die Ausgaben in der Jugendhilfe, die vorne und hinten nicht mehr reichen und Millionen Euro betragen. Obwohl der von AUF Witten ins Leben gerufene Aktionstag kinderfreundliches Witten großen Zuspruch erfuhr (siehe Seite 6-7), wird diese Initiative im Rat ignoriert und in der Presse ausgeblendet. Dabei sind unsere Vorschläge z.B. für eine Neugestaltung des Kornmarktes durchaus finanzierbar und umzusetzen. Seit Jahren kritisieren wir die intransparente Tätigkeit des Stadtwerke-Aufsichtsrates unter Vorsitz der Bürgermeisterin und wie hier mit dem Eigentum der Bürger umgegangen wird. Doch es entsteht langsam aber sicher ein Klima, in dem sich die Menschen immer weniger bieten lassen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich am Ende das Zukunftsweisende durchsetzen wird. So soll im Bebbelsdorf (endlich) eine Biogasanlage errichtet werden. Noch vor Jahren wurde ein entsprechender Antrag von AUF Witten abgeschmettert. Jetzt wird dem Bürger die Urheberschaft von AUF Witten verschwiegen. Wir haben nämlich dargelegt, dass Biogaserzeugung nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern im Verbund mit Kryorecycling auch eine Konkurrenz zur Müllverbrennung darstellt und für den Bürger erheblich günstiger kommt. Doch die herrschende Politik bedient in erster Linie die Profitinteressen der Industrie, ob Müllverwertung, Energieerzeugung usw.. Dazu gehört die Lüge, dass „Öko“ teurer ist – so will man mit dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Menschen noch Kasse machen. Auch mit Biogas. Kennt man die Motive, kann man sich auch wirksam dagegen zusammenschließen. Hierfür bietet AUF Witten jedem Interessenten eine politische Heimat. |
