Internationale Solidarität

Kategorie: Solidarität
Veröffentlicht: Samstag, 3. November 2012
Geschrieben von Diana Vöhringer
Diana Vöhringer hat sich intensiv dafür eingesetzt, Spenden für die griechischen Stahlarbeiter zu sammeln!
Diana Vöhringer hat sich intensiv dafür eingesetzt, Spenden für die griechischen Stahlarbeiter zu sammeln!

Von Diana Vöhringer – Mitglied in AUF Witten

Im Frühjahr diesen Jahres streikten griechische Stahlarbeiter in der Nähe von Athen über 270 Tage für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, gegen Lohnkürzungen und gegen das europäische Krisenprogramm. Sie verdienten in dieser Zeit keinen Cent. Daraufhin entwickelten Frauen vom deutschen Kämpferischen Frauenrat die Idee, für die griechischen Familien einen LKW mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Babynahrung usw. nach Griechenland zu schicken und dafür in ganz Deutschland zu sammeln. Dazu sollte auch der Frauenpolitische Ratschlag, der im September stattfand, genutzt werden.

Auch in Witten wurde diese Idee begeistert und tatkräftig aufgegriffen.

Verschiedene Organisationen, der Frauenverband Courage, die MLPD, AUF Witten, die Montagsdemonstration und Einzelpersonen sammelten im Stadtgebiet, in Geschäften und sogar bei den Stahlarbeitern an den Werkstoren des Edelstahlwerks DEW erfolgreich für die griechischen Kollegen und ihre Familien.

Letztendlich kamen sechs volle Umzugskartons mit Spenden zusammen, die wir nach Ludwigsburg zum Frauenpolitischen Ratschlag transportierten.

Von dort ging dann ein LKW beladen mit 4,7 Tonnen (!!) auf die Reise nach Griechenland zur Stahlarbeiterstadt Aspropyrgos.

Dort wurde alles an die Stahlarbeiter und ihre Familien verteilt.

Für mich ist das ein Stück gelebte Arbeitereinheit und internationale Solidarität.

Die führenden europäischen Regierungen - allen voran die deutsche - gemeinsam mit dem internationalen Finanzkapital  wollen uns spalten und uns glauben machen, die Griechen seien selbst schuld an ihrer Situation.

Aber die Rettungsschirme erreichen nicht das griechische Volk, sondern bedienen nur die Banken.

Solche Solidaritätsaktionen müssen Schule machen, verbunden mit der Aufklärung über die tatsächlichen Ursachen für die Verelendung der Menschen, nicht nur in Griechenland.

Im Namen der griechischen Stahlarbeiter möchte ich mich ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern aus Witten bedanken.

Witten im AUFbruch 4/2012