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Zum Artikel „Stadtwerke planen Atom-Ausstieg“

Leserbriefe
Mittwoch, den 16. März 2011

Einen Ausstieg aus dem Atomstrom zu planen ist noch kein Ausstieg, sondern eine Vertröstung der Menschen in Witten.

Warum soll dieser Schritt hinausgezögert werden? Dafür gib es keinen Grund.

Die Atomenergie ist in Deutschland nicht notwendig. Das beweisen die Zahlen. Von den 140 Gigawatt Strom verbrauchen wir in Deutschland maximal 82 Gigawatt, also nur ca. 60%. Die AKW sind mit ca. 30 Gigawatt beteiligt, auf die gut verzichtet werden kann.

Außerdem ist der Atomstrom nicht der billigste, sondern nur der für die Konzerne der profitabelste.

Die meisten Kosten für die Atomenergie werden über Steuern subventioniert. So sind die Strommonopole von allen Folgekosten befreit.

Würden die Konzerne verpflichtet, für die Endlagerung aufzukommen, müssten sie für mindestens 200.000 Jahre Rückstellungen bilden, das kann kein Konzern finanzieren.

Zweitens wurden die Kunden für den Atomstrom mit falschen Argumenten gewonnen: dass er angeblich billiger sei wurde sogar zum Argument gegen den Strom aus regenerativer Energie.

Drittens hatte der Kunde keinen direkten Einfluss auf die Politik. Mir als Mitglied des Rates wurde es bisher verwehrt, mich mit den ökonomischen Fakten dieser Politik vertraut zu machen. Einen Einblick in die Geschäftspolitik der Stadtwerke, obwohl eine 100prozentige Tochter der Stadt Witten, erhielt ich aus Gründen des „Datenschutzes“ nicht.

 

Was hier geschützt wird, waren aber nicht die Daten, sondern die Manipulationen und Interessen der großen Energiekonzerne und die Verstrickung der Stadtwerke. Damit muss Schluss sein.

Achim Czylwick - Ratsmitglied für AUF Witten

 

12/2011: aktualisierte Dokumentation zu den Stadtwerken Witten

Dokumentation Stadtwerke Witten in Witten im AUFbruch

5.11.2011 Witten im AUFbruch 4/2011

Dokumentation zu HP Pelzer