Dienstag, 22. Mai 2012

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Gier der Manager – ein gewolltes System

Leserbriefe
Freitag, den 01. Mai 2009

Bild von Thorsten Freyer pixelio.deZurzeit hört man sehr viel von der Gier der Manager. Jedoch gibt es andere Menschen, die diese Gier erst ermöglichen.

Will ein Manager mehr Geld, muss erst die Möglichkeit dafür geschaffen werden. Man schafft sich einen Freundeskreis, der auch immer zum Manager hält, wobei die Leistung dieses Kreises nicht die Beste sein muss, sie muss nur vom Manager gut dargestellt werden.

Dieser Kreis muss den Eindruck erwecken, der Manager ist der Freund der Belegschaft.

Es gibt aber andere Gremien, die auch die Betriebsdaten und Abläufe kennen, z.B. Betriebsräte, Personalräte (Co-Manager) und Aufsichtsräte. Diese Institutionen müssen seinem Wunsch zustimmen und damit die Gier des Managers ermöglichen.

Doch wie macht er das, dass diese Gremien seine Gier befriedigen? Auch dafür hat ein "guter Manager" eine Lösung. Er befriedigt die zuständige Institution, in dem er sie gut positioniert und somit auch gut entlohnt. Das heißt man hebt die Gehälter der Arbeitervertreter an.

Jedoch darf die Politik nicht zurückstehen. Gute Kontakte müssen gepflegt werden. Hierzu dienen lukrative Arbeitsessen und auch mal Informationsreisen, sogar über mehrere Tage ins Ausland (Neckermann macht`s möglich)!

Nun sind die Anhebung auch seines Gehalts und andere Annehmlichkeiten gesichert. Er hat dann auch die Möglichkeit, seinen zu Ihm stehenden Freundeskreis mit guten Gehältern und Löhnen zu beglücken. Er gibt für die Co-Manager und seinen Freundeskreis 100.000 aus um selbst 1.000 zu erhalten.

Ausnahmen bestätigen dieses System. Doch das können wir ändern. Jean Meslier (1664-1725) schrieb in seinem Werk "Das Testament“: "Die Wohlhabenden hätten nicht mehr Reichtum als ihr, wenn ihr ihnen euren Reichtum nicht geben würdet; sie hätten nicht mehr Macht als ihr sie habt, wenn ihr euch ihren Gesetzen nicht unterordnen würdet."

Ähnlichkeiten mit in Witten und Umgebung ansässigen Unternehmen (auch städtischen) sind natürlich rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Herbert Schlüter, Witten