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Von René Schlüter, Mitglied im Vorstand und in der Umwelt-AG von AUF Witten
In Anbetracht der aktuellen Investitionen der Stadt Witten bzw. ihrer Tochter Stadtwerke Witten in das heißdiskutierte im Bau befindliche TRIANEL-Kraftwerk in Lünen und in das bereits am Netz befindliche Gaskraftwerk in Hamm scheint es an der Zeit zu sein, hier nochmals auf die Möglichkeiten und die Notwendigkeit einer Energiewende weg von der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen und hin zur verstärkten Nutzung regenerativer Energieträger hinzuweisen.
Des Weiteren soll hiermit auch im Rahmen unserer Reihe zum Thema Energie der Übergang zur ab der nächsten Ausgabe von „Witten im AUFbruch“ beginnenden Beschreibung der erneuerbaren Energien im Einzelnen erreicht werden.
Öl wird knapp
Die Geschichte der verstärkten Wahrnehmung der Möglichkeiten von regenerativer Energieerzeugung begann Mitte der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts zur Zeit einer starken Verknappung des den westlichen Industrienationen zur Verfügung stehenden Öls während der so genannten Ölkrise.
Nach der Entspannung dieser Krise im Verlauf der späten siebziger Jahre kam das Thema regenerative Energiegewinnung spätestens Mitte der achtziger Jahre mit den immer deutlicher werdenden Auswirkungen der fossilen Energiegewinnung erneut verstärkt zur Diskussion.
Waldsterben und Klimaerwärmung
Diese von uns auch schon in den kritischen Abhandlungen zu den Themen Atom- bzw. Kohleenergie genannten Auswirkungen waren zunächst einmal das Waldsterben als relativ kurzfristige Folge der hervorgerufenen Luftverschmutzung und der Treibhauseffekt als langfristige Folge des seit der Industrialisierung Mitte des neunzehnten Jahrhunderts immer weiter ansteigenden CO2-Ausstoßes in unsere Erdatmosphäre.
Neben dem sich mittlerweile zum globalen Problem Klimawandel potenzierten Themas des zu großen Teilen durch CO2-Ausstoß hervorgerufenen Treibhauseffekts, sei hier auch noch mal kurz auf die weiteren von uns in den vorhergehenden Ausgaben genannten Probleme der Kohle- bzw. Atomenergie hingewiesen.
Diese sind im Bezug auf die Kohleenergie vor allem die menschenverachtenden Abbaubedingungen in vielen der Hauptexportländer der in unserem Land verbrauchten Kohle und die absehbar endliche Verfügbarkeit des fossilen Rohstoffes Kohle.
Im Bezug auf die Atomenergie sei hier nur nochmals auf die Gesundheitsgefährdung für die im Abbau von Uran bzw. in der Atomstromproduktion Beschäftigten und auch der in der Nähe von Atomkraftwerken lebenden Bevölkerung, die große Gefahr von Störfällen, die immer noch ungeklärte langfristige und sichere Lagerung der entstehenden hochgiftigen Abfälle und auch hier den nicht endlos vorhandenen Rohstoff verwiesen.
Eine Energiewende ist dringend geboten
Mit Bezug auf die beschriebenen Probleme der Energiegewinnung aus fossilen Rohstoffen, zu denen übrigens auch Erdgas zählt, und das globale Problem des Klimawandels scheint es also tatsächlich an der Zeit für die oben geforderte Energiewende.
Kritische Leser mögen nun einwenden dass die regenerativen Energien (Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Bioenergie) nach heutigem Stand der Technik den weltweiten Energiebedarf noch nicht decken können und dass die regenerativen Energieformen noch eines sehr großen Investitionseinsatzes bedürfen.
Ihr unermesslicher Vorteil ist jedoch ihre auch in Zukunft weiterhin unendliche Verfügbarkeit und ihre relativ niedrige, sich nur auf ihren Bau beziehende, Auswirkung auf unseren CO2-Ausstoß.
Neben diesen riesigen Vorteilen bieten diese einzig langfristig zukunftsfähigen Energieformen auch noch ein relativ großes Potential zur Schaffung von krisensicheren neuen Arbeitsplätzen in ihrer Forschung, ihrem Bau, der Produktion der notwendigen Geräte zur Gewinnung und in der Wartung dieser Geräte.
Frage an die Politik der Stadt Witten
Als Fazit sei die Frage erlaubt, warum unsere Stadt bzw. unsere Stadtwerke Millionen Euro in neue Anlagen zur Gewinnung von Energie aus fossilen Brennstoffen investieren, ohne zumindest ähnliche Beträge in regenerative Energieformen oder das ebenfalls zu einer Energiewende gehörende Senken des Energieverbrauchs zu investieren?
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