Zukunftsfähige Umweltpolitik??? |
| saubere Alternativen |
| Donnerstag, den 06. August 2009 |
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Im Rahmen der Ihnen vorliegenden Wahlkampfausgabe von Witten im AUFbruch erscheint es uns angebracht, einmal zusammenfassend die Unterschiede zwischen der zur Zeit getätigten Umweltpolitik in Witten und den Ansätzen von AUF Witten darzulegen.
Die Gegenwart:Im Bezug auf die Umweltpolitik der zur Zeit unsere Stadt regierenden Ratsfraktionen sei hier zuerst auf die nur unzureichende bis kaum vorhandene Überwachung der Emissionen von Industrieunternehmen auf unserem Stadtgebiet verwiesen.
Dem interessierten Bürger mögen hier z.B. die jahrelang schwelenden Diskussionen um Geruchsbelästigungen und Gesundheitsgefährdungen durch die Degussa AG (Witten im AUFbruch berichtete), die relativ aktuelle Frage nach Chrom- und Nickelbelastungen im Urin unserer Bürger hervorgerufen durch Feinstaubemissionen der hier ansässigen Industrieunternehmen und die verbrecherischen Vorgänge bei der Firma HP Pelzer (Vergiftung von Mitarbeitern durch in der Produktion benutzte Chemikalien mit Todesfolgen) einfallen.
In all diesen Fällen trat die Stadt nicht etwa als Kontroll- und Schutzorgan ihrer Bürger auf, sondern vielmehr als Schutzorgan der mit ihnen durch Lobbyismus verbundenen Unternehmen, deren Emissionen erst nach Presseberichten (unter anderem in Witten im AUFbruch) halbherzig überprüft wurden.
Unzeitgemäßer Umweltschutz ist keinerDieser Lobbyismus ist sicherlich auch einer der Gründe für die vollkommen unzeitgemäße Investition unserer Stadt bzw. unserer Stadtwerke in ein Kohlekraftwerk der TRIANEL-Gesellschaft in Lünen.
Unzeitgemäß ist diese Investition allein schon aufgrund der von mir in einer der Vorausgaben geschilderten Probleme der Energiegewinnung aus Kohle in unserer Zeit, verwiesen sei hier nur auf unmenschliche und umweltschädigende Abbaubedingungen der Importkohle, absehbar endliches Vorhandensein des Rohstoffes und negative CO2- Bilanz der Energiegewinnung aus Kohle.
Des weiteren sei nur kurz auf die, von Witten im AUFbruch ebenfalls dokumentierten, Bemühungen der Lüner Bürgerinitiative Kontra Kolhlekraftwerk (KKK), den Bau dieses Kraftwerkes in ihrer bereits hochgradig feinstaubbelasteten Stadt zu verhindern, verwiesen.
Wer steht hier im Mittelpunkt?Auch in Hinsicht auf die von der Stadt in Zusammenarbeit mit dem EN-Kreis und den Entsorgungsunternehmen organisierte Müllpolitik kann, aufgrund der Beschickung von Müllverbrennungsanlagen im großem Stil, der Abhängigkeit der Stadt von den Entsorgungsunternehmen, dem nur unzureichend umgesetzten Recyclingaspekt und zum Teil unnötigem Transportaufkommen (Grünabfälle bis nach Lünen), nicht von zukunftsfähiger Politik die Rede sein.
Vielmehr scheint auch hier mit nochmaligem Hinweis auf die Probleme der Müllverbrennung wie z.B. die Rohstoffzerstörung, die negative Energiebilanz (aus den als Müll definierten Produkten gewonnene Energie im Vergleich zum Energieverbrauch bei der Produktion der Produkte), die durch unkontrollierte Verbrennungssynthese entstehenden gesundheits- bzw. umweltschädlichen Abgase und dem zunehmenden Müllimport von teilweise hochbelastetem Müll zur Auslastung der extrem überdimensionierten Anlagen, eher das Interesse der Entsorgungsindustrie, die Entscheidungen unserer Stadt zu bestimmen, als der verantwortungsvolle Umgang mit den Interessen der Wittener Bürger im Vordergrund zu stehen.
Zukunft(?): |

