Nein zum Kohlekraftwerk in Lünen |
| saubere Alternativen |
| Samstag, den 01. November 2008 |
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Von Herbert Schlüter, geborener Lüner und Mitglied in der Umweltgruppe von AUF Witten Die Stadtwerke Witten beteiligen sich über die ewmr an dem geplanten Kohlekraftwerk des Stadtwerkeverbundes Trianel – ungeachtet von grundsätzlichen Kritiken, so auch von AUF Witten-Ratsmitglied Achim Czylwick.
Auf meine Initiative hin nahmen wir Kontakt auf zur Bürgerinitiative contra Kohlekraftwerk in Lünen. Was diese Bürgerinitiative über Jahre hinweg über die hinter diesem Kohlekraftwerk stehenden politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen und Interessen aufgedeckt hat, lässt das Engagement der Wittener Stadtwerke in einem noch dubioseren Licht erscheinen. Wer sich an solchen Geschäften beteiligt, spricht sein Urteil über sich selbst.
NRW als Recyclingland Nummer 1 Thomas Matthée (siehe Bild) informiert über die Hintergründe:"Es ist erklärtes Ziel der schwarz-gelben NRW-Landesregierung, NRW zum Energie-, Recycling- und Logistik-Land Nr. 1 zu machen. Z.B. wären um ein Haar im vergangenen Jahr ca. 20.000 Tonnen Giftmüll von Australien in Deutschland verbrannt worden. Dafür kommt statt dessen Hausmüll aus Neapel zu uns.
In diesem "Konzept" ist Lünen ein nicht unerheblicher Standort. Die Kupferhütte der Hüttenwerke Kayser ist Europas größte Sekundär-Kupferhütte. Auf dem Betriebsgelände der REMONDIS befinden sich allein 39 Recyclingbetriebe. Unweit dieser Betriebe haben im Stummhafen die MICROCA Kohlestäube GmbH und INNOVATHERM (Klärschlammverbrennung) ihre Standorte. Auf Lüner Stadtgebiet befinden sich noch eine Glashütte und mehrere Firmen, die verseuchte Böden lagern und aufbereiten.
Um die Kupferhütte herum befinden sich inzwischen zehn Bergerhoff-Gefäße. Laut Messwerte-Tabelle des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) werden die Immissionswerte für verschiedene Schwermetalle – insbesondere Nickel – zum Teil um den Faktor sechs überschritten. Quecksilber und Thallium, für die es nach der Tabelle 6 der TA Luft 2002 Grenzwerte gibt, werden bisher gar nicht erfasst.
Schließlich betreibt EVONIK zwei Steinkohleblöcke mit insgesamt 500 Megawatt und der Genehmigung, Tiermehl, Klärschlämme und andere "Ersatzbrennstoffe" zu verarbeiten. Für die STEAG (Evonik) besteht schon seit vielen Jahren Bauleitplanungsrecht für eine Kraftwerkserweiterung."
Zu den Verflechtungen von Politik und Wirtschaft schreibt er:"15.02.2006: Erste Berichte in der Lüner Lokalpresse, dass der Stadtwerkeverbund TRIANEL ein Steinkohlekraftwerk im Stummhafen bauen möchte. Später sickert durch bzw. wird klar bzw. ist bekannt:
(Anmerkung: Dieser Brief kann hier heruntergeladen werden) Arbeitsplatzlüge ...Den Kritiken der Bürgerinitiative, die von immer mehr Lünern aufgenommen werden, schlägt eine "geballte Macht aus SPD und CDU, der IG BCE, der Lüner Wirtschaftslobby, der Aufsichtsbehörden und Teilen der Lüner Lokalpresse" entgegen.
Angeblich sei die Luft in Lünen gut (genug?), die aufmüpfigen Bürger würden Lünen nur schlecht reden, außerdem gäbe es 300 Langzeitarbeitsplätze!
Doch angesichts der hartnäckigen Öffentlichkeitsarbeit der Bürgerinitiative musste die TRIANEL selbst zugeben, dass im Dreischichtbetrieb nur 75 Arbeitsplätze entstehen. Auch die sogenannte gute Luft in Lünen ist durch Gutachten widerlegt.
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Thomas Matthée (siehe Bild) informiert über die Hintergründe:
Zu den Verflechtungen von Politik und Wirtschaft schreibt er:
... und kranke Kinder