Mobilität und Energie – weitere Gedanken zu fossilen und atomaren Energieträgern und zur Profitgier |
| saubere Alternativen |
| Freitag, den 26. November 2010 |
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Unsere heutige Gesellschaft ist in ihrer Funktion stark abhängig von der Mobilität des Einzelnen und auch der Gesamtheit. Dabei müssen heutzutage im alltäglichen Leben zum Teil große Strecken notwendigerweise zurückgelegt werden. Vor wenigen Wochen wurde der Tag der Elektromobilität begangen. Wie stellt sich nun die Wirklichkeit dieser zukünftig wohl unabdingbaren Alternative zu Verbrennungsantrieben dar? Alternative AntriebeAuf der einen Seite gibt es weltweit, aber auch in unserem Land, große Anstrengungen der Forschung, um langlebigere, leistungsstärkere, leichtere und effizientere Batterien zu entwickeln. Auch für das aktuelle Problem der langen Ladezeiten und hohen Preise der Batterien scheint sich schon eine Lösung anzubieten. So läuft aktuell in Israel ein Modellversuch, bei dem der Elektrofahrzeugbesitzer den Akku nur von der Betreiberfirma mietet und zusätzlich für den verbrauchten Strom bezahlt – damit würde auch der hohe Kostenanteil des Akkus im Preis eines Elektrofahrzeugs entfallen. ModellversuchIm Modellversuch wird die Batterie in einer Art Garage innerhalb von fünfzehn Minuten unter dem Fahrzeug entfernt und durch eine neue aufgeladene ersetzt. Gleichzeitig scheint auch die Fahrzeugindustrie die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und zunehmend Hybrid- und Elektrofahrzeuge anzubieten oder zu entwickeln. Des Weiteren werden Prototypen mit Brennstoffzellen erprobt und betrieben. Es gibt also durchaus Alternativen zur gefährlich anachronistischen Herrschaft des endlichen Öls und seiner Produzenten, die dieses Jahr erst besonders eindrucksvoll ihre Rücksichtslosigkeit und Profitgier durch die gigantische Ölpest im Golf von Mexico bewiesen und deren (Förder‑)Methoden auch seit Jahren verheerende Folgen für Länder wie z.B. Nigeria haben. Zum Betrieb von Elektroautos, ‑bussen und –LKW’s, der schon zu großen Teilen elektrisch betriebenen Eisenbahnen und zur Produktion von in Brennstoffzellen benötigtem Wasserstoff benötigt man jedoch viel Energie und damit Strom. Ausstieg aus dem AusstiegHier wurden nun in der letzten Zeit durch den Ausstieg vom Atomausstieg durch die Laufzeitverlängerungen und die Anstrengungen zum Bau von neuen riesigen und überdimensionierten Kohlekraftwerkparks und Müllverbrennungsanlagen energiepolitisch Fakten geschaffen, die langfristig verheerende Folgen nach sich ziehen werden. Sogar eine gesetzliche Pflicht der Energiekonzerne zum Ausbau ihrer Netze zur Aufnahme von mehr alternativ erzeugtem Strom auch außerhalb der Spitzenzeiten ist keinesfalls Teil der neuen Übereinkunft der aktuell regierenden Politik mit der mächtigen Energiekonzernlobby.
Unsere ZukunftUnsere Zukunft sollten wir uns an dieser Stelle vielleicht einfach einmal vorstellen. Wir bewegen uns in zwölf bis fünfundzwanzig Jahren also absolut ökologisch und emissionsfrei leise surrend über größere Strecken und durch unsere Städte, während wir weiter um Atommüllendlagerstätten streiten, Kohlekraftwerkparks und Müllverbrennungsanlagen riesige Mengen CO2 in unsere Atmosphäre blasen und große Konzerne damit viel Geld verdienen. Eine solche Zukunft scheint für uns und die nachfolgenden Generationen wenig akzeptabel oder erstrebenswert und wird von uns und immer mehr Menschen in unserer Stadt, unserem Land und der ganzen Welt im tiefsten Inneren abgelehnt, weil es ja Alternativen wie Wind-, Wasser- und Solarenergie gibt, die jedoch schon heute eines absoluten Vorrangs bedürften. Deshalb erscheint es uns auch nötig mit AUF Witten weiterhin auch in dieser schriftlichen Form Teil der demokratischen Protestbewegungen zu sein, die schon heute vielerorts langfristig vernünftige und nicht kurzfristig profitbringende Entscheidungen für unsere ökologische Zukunft fordern. Dieser Artikel ist auch nachzulesen in Witten im AUFbruch 4/2010: |

Das einzige Ziel dieser politischen Realität scheint auch hier wieder nur der Profit der Energiekonzerne und nicht etwa eine für unsere etwas längerfristige Zukunft notwendige und unabdingbare Entscheidung zur Energiewende zu sein.