Warum stinkt es immer noch? |
| saubere Alternativen |
| Freitag, den 01. Februar 2008 |
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Anfang Januar 2008 befuhr ich um 7 Uhr früh auf dem Weg zur Arbeit die Dortmunder Straße in Richtung Ardeystraße. Als ich mich Degussa/Sasol näherte, erfasste mich ein ekelhafter Geruch. Um 15.45 Uhr auf dem Nachhauseweg hatte sich der Geruch eklatant verstärkt. Am gleichen Tag um 20.30 Uhr befuhr ich wieder die Dortmunder Straße, um meine Frau von der Arbeit abzuholen. Nähe Degussa/Sasol: Ekel erregender Geruch!
Eine viertel Stunde später an derselben Stelle: selbst im Auto ein kaum auszuhaltender penetranter Gestank.In der Nacht um 2 Uhr musste ich wegen Bereitschaftsdienst wieder bei Degussa/Sasol vorbei, es stank immer noch.
Um 03.20 Uhr, wieder auf dem Rückweg, musste ich an der Kreuzung Dortmunder Straße/Westfalenstraße an der roten Ampel halten, mir wurde im Auto von dem Gestank so übel, dass ich kurz vor dem Erbrechen war.
Da wurde ich rechts überholt, die Autoinsassen hielten sich die Nase zu und fuhren trotz roter Ampel über die Kreuzung.
Es stellt sich hier die Frage, handelt es sich um Fehlverhalten des Fahrzeugführers oder um eine Körperverletzung durch Degussa/Sasol mit grob fahrlässigem Eingriff in den Straßenverkehr?
Dieser Gestank hielt ca. 14 Tage an und verbreitete sich bis hinter Stockum. Auch so kann man durch Missachtung von Gesetz und Natur Rendite machen. Hier zeigt sich der Umgang mit der Umwelt durch die Großindustrie.
Laut Umweltverordnung darf Degussa/Sasol nur 10 % bzw. 2,4 Stunden am Tag stinken.
Hier aber handelt es sich um eine Dauerbelastung, obwohl es auch ohne Gestank geht. Denn merkwürdigerweise hat es in der Zeit, als gegen Degussa eine Strafanzeige wegen Körperverletzung lief, kaum oder gar nicht gestunken.
Kaum hatte der Staatsanwalt das Verfahren eingestellt, ging es erneut wieder los. Die Methode des Staatsanwaltes spricht für sich: auf bloßes Versprechen von Degussa hin, Umweltinvestitionen in Millionenhöhe zu tätigen, wurde der Gestank nicht mehr weiter verfolgt.
Vielleicht brauchen wir eine neue Staatsanwaltschaft? |

Ein Erlebnisbericht von Herbert Schlüter, Umwelt-AG von AUF Witten