Dienstag, 22. Mai 2012

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Lebenselixier Luft

Leserbriefe
Freitag, den 01. Mai 2009

Leserbrief eines Mitglieds der "Koordination gegen Degussa/Sasol-Gefahren" (Name der Redaktion bekannt)

"Besonders in Witten sehen die Menschen morgens im Bus aus, als hätten sie Gift gefrühstückt", so der Originalton einer Düsseldorferin. Gibt es da einen Zusammenhang?

"Die Chemie macht's und das seit hundert Jahren", wie sie sich selbst rühmt.

Dankenswerterweise messen Mitarbeiter des TÜV Rheinland Produkte, die polyzyklische Kohlenwasserstoffe enthalten, in unterschiedlichen Geschäften. Sie empfehlen: was stinkt, gehört direkt in die Mülltonne, oder besser gar nicht erst kaufen. Wo es keinen Absatz gibt, wird auch langfristig nichts mehr hergestellt.

Doch die Luft? Was machen wir mit dem typischen Wittener Gestank? Den können wir nicht so einfach entsorgen.

Wir wissen nicht einmal, was wir alles da so einatmen, abgesehen von den Stoffen, die sowieso schon in einem Kubikmeter Luft enthalten sind – z.B. immer noch längst verbotene Schadstoffe.

Wie kann man herausfinden, wie rein oder nicht rein die Wittener Luft ist? Was können wir tun? Wir können uns AUFmachen und gemeinsam nach Wegen suchen, so z.B. die Forderung nach einer HOT-SPOT-Studie für chemische Emissionen und die Umkehr der Beweispflicht stellen.

Dann müsste die chemische Industrie beweisen, dass in der Abluft weder Lösemittel noch Phenole enthalten sind.

Bis dahin sollten wir nichts kaufen, was als Lebensmittel verkauft wird, aber aus chemisch-industriellen Abfällen besteht. Manchmal steht das sogar auf der Packung. Solche "Lebensmittel" stehen im Verdacht das Gehirn zu schädigen, weil sie es nicht nähren.

Ein solcher Boykott wäre ein starkes Machtmittel, das jeder von uns direkt nutzen kann. Alle Vorschläge zusammen genommen wären Umweltkompetenz! AUF geht’s!