Frauen und Mädchen weltweit im Aufbruch |
| Frauen in die Politik |
| Samstag, den 01. November 2008 |
Erlebnisbericht vom 8. Frauenpolitischen Ratschlag in Düsseldorfvon Renate Dietze, Mitglied im Vorstand von AUF Witten
"Fährst du mit zum Frauenpolitischen Ratschlag?" Ratschlag – klingt gut. Also fahre ich am 3. Oktober mit nach Düsseldorf, neugierig, was mich dort erwartet. Menschen drängen in den großen Hörsaal. Eigentlich ist der nun voll, aber es kommen immer noch mehr: erfahrene, energische, fröhliche, junge und alte Frauen, buntgewandete Frauen von weit hergereist und – Männer! Männer? Hm...![]() Dann stellten sie sich vor, die Gastfrauen aus 30 Ländern, ihr Land, und die Situation der Frauen natürlich. Da wurde mir langsam klar, worüber hier „geratschlagt“ wird...
Genau! Am nächsten Tag ging`s zur "Sache": um den Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung – um die Befreiung der Frau schlechthin.
Ich gestehe sehr ehrlich: bisher glaubte ich, wer hierzulande selbstbewusst seine Rechte einklagt, der, Verzeihung: die ist befreit. Jetzt weiß ich, dass zu unseren Rechten noch viel mehr gehört als gleicher Lohn für gleiche Arbeit, ein Kita-Platz fürs Kind und vielleicht Kreisrätin zu sein.
Sehr beeindruckend waren der Mut und starke Kampfgeist der Frauen aus so genannten Entwicklungs-Ländern, z.B. Afghanistan, Bolivien, Mexiko, Indien, Irak oder Türkei. Sie riskieren Gefängnis, aber sie wissen genau, was sie wollen: frei sein von männlicher und kapitalistischer Unterdrückung. Diese Frauen sind es, sie bringen wieder mächtig Schwung in den internationalen Kampf! Sie riefen sehr laut: "Wir müssen uns vereinen, wir müssen uns organisieren!" Es waren nicht nur ihre Ehemänner anwesend, das wäre verständlich. Nein, es gibt schon recht viele, die haben verstanden, dass so ein Ziel nur gemeinsam erreicht werden kann. Logisch, eigentlich ... Der Beweis: ein junger Mann ging ans offene Mikrofon und bat: "Sagt mir, was ich konkret tun kann. Ich habe keine Ahnung, aber ich will diesen Kampf unterstützen!"Die Weltfrauenkonferenz kommt. Und sie kommt "mächtig gewaltig": 2011 in Venezuela.
Und wieder einmal wünschte ich, die Wittener Gleichstellungsbeauftragte wäre dabei gewesen – in anderen deutschen Städten, z. B. Chemnitz, ist man da schon weiter...
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"Fährst du mit zum Frauenpolitischen Ratschlag?" Ratschlag – klingt gut. Also fahre ich am 3. Oktober mit nach Düsseldorf, neugierig, was mich dort erwartet. Menschen drängen in den großen Hörsaal. Eigentlich ist der nun voll, aber es kommen immer noch mehr: erfahrene, energische, fröhliche, junge und alte Frauen, buntgewandete Frauen von weit hergereist und – Männer! Männer? Hm...
Sehr beeindruckend waren der Mut und starke Kampfgeist der Frauen aus so genannten Entwicklungs-Ländern, z.B. Afghanistan, Bolivien, Mexiko, Indien, Irak oder Türkei.
Sie riskieren Gefängnis, aber sie wissen genau, was sie wollen: frei sein von männlicher und kapitalistischer Unterdrückung. Diese Frauen sind es, sie bringen wieder mächtig Schwung in den internationalen Kampf! Sie riefen sehr laut: "Wir müssen uns vereinen, wir müssen uns organisieren!"
Es waren nicht nur ihre Ehemänner anwesend, das wäre verständlich. Nein, es gibt schon recht viele, die haben verstanden, dass so ein Ziel nur gemeinsam erreicht werden kann.
Logisch, eigentlich ... Der Beweis: ein junger Mann ging ans offene Mikrofon und bat: "Sagt mir, was ich konkret tun kann. Ich habe keine Ahnung, aber ich will diesen Kampf unterstützen!"