Positionspapier zum Thema Verkehr von AUF Witten |
| Dienstag, den 16. März 2010 |
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Auf die Verkehrssicherheit hat natürlich der Zustand der benutzten Verkehrswege (Fuß-, Radwege und Straßen) einen erheblichen Einfluss. Das Fuß- und Radwege-Netz sollte weiter ausgebaut und vor allem mit sicheren Kreuzungen und Überwegen (Straße und Schiene) ausgestattet werden. Wobei nicht nur Gebiete mit Schulen oder Kindergärten entsprechend auszustatten sind, sondern zumindest alle Wohn-, Einkaufs- und Naherholungsgebiete.
Eine solche grundsätzliche Erneuerung erfordert ein langfristiges Baustellenmanagement mit der Prämisse eines höchstmöglichen Verkehrsflusses. Des weiteren sollte das Baustellenmanagement auch verhindern, dass an einmal erneuerten Verkehrswegen in kurzer Zeit wiederholte Baumaßnahmen notwendig werden. Die Behinderung von Anwohnern durch Baustellen und Baustellenfahrzeuge (Blockierung von Parkplätzen und Verkehrswegen) ist zu minimieren. Nicht unerheblichen Einfluss auf den Verkehrsfluss haben auch LKW im Durchgangsverkehr, weshalb dieser einzuschränken ist. Außer Verbotsmöglichkeiten würde sich hier die Einrichtung von speziellen LKW-Parkplätzen in der Nähe der Autobahnauffahrten anbieten. Diese sollten den Fahrern Möglichkeiten zur Verpflegung und Körperhygiene, sowie eine Anbindung an den ÖPNV bieten. Gleichzeitig könnten hier auch Umlademöglichkeiten geschaffen werden, die eine direkte Anfahrt der Einkaufsgebiete durch Schwerlastkraftwagen weitestgehend vermeiden.
Aus Gründen des Verkehrsflusses und der Ökologie wäre eine nachhaltige Veränderung des ÖPNV-Netzes sinnvoll. Ziel des ÖPNV darf nicht eine Gewinnmaximierung des betreibenden Unternehmens, sondern eine optimale Versorgung der Wittener Bevölkerung im gesamten Stadtgebiet mit ÖPNV-Anbindungen sein. Außerdem würde sich für Witten natürlich eine optimale Verbindung all seiner Naherholungsgebiete (z.B. Hohenstein, Kemnader Stausee, Muttental) mit dem Nahverkehrsnetz anbieten. Der ÖPNV sollte für alle Wittener und die Besucher der Stadt attraktiver, flexibler nutzbar und vor allem kostengünstiger werden. Dazu sollte unter anderem die Taktzeit der einzelnen Linien verbessert werden, da durch die immer weiter steigenden Kraftstoffpreise ein Umsteigen vieler Pendler auf den ÖPNV erwartet werden kann. Für Arbeitslose sollte ein möglichst kostenfreies Sozialticket eingeführt werden, was diesen dann auch die Stellensuche erleichtern würde.
Ein weiterer Effekt eines attraktiveren, preisgünstigeren ÖPNV ergibt sich im geringeren Schadstoffausstoß und der geringeren Belastung mit Feinstaub. Durch die oben genannten Maßnahmen könnte die Einkaufsqualität im Innenstadtbereich, die Wohnqualität im gesamten Stadtgebiet und auch die Rolle der Stadt Witten als Naherholungsgebiet deutlich verbessert werden. |

AUF Witten fordert ein modernes und ökologisches Verkehrskonzept, das sowohl eine hohe Verkehrssicherheit als auch durch einen stetigen Verkehrsfluss eine hohe Mobilität der Bewohner im gesamten Stadtgebiet gewährleistet.
Der Zustand des Straßenbelags ist ein weiteres entscheidendes Problem der Verkehrssicherheit. Hierbei ist vor allen Dingen eine grundsätzliche Erneuerung des schadhaften Fahrbahnbelags einer kurzfristigen Ausbesserung vorzuziehen.
Weiterhin wäre für einen höchstmöglichen Verkehrsfluss ein Umbau der stark verkehrsbelasteten Ampelkreuzungen von Hauptstraßen (z.B. Ruhrdeich/ Ruhrbrücke nach Bommern) in Kreisverkehre denkbar. Alternativ dazu wären auch untereinander abgestimmte Ampelschaltungen möglich.
Durch günstigere Fahrpreise - wie in anderen ähnlich großen Verkehrsbetrieben im Bundesgebiet möglich - kann die Entscheidung dazu sicher erleichtert werden, so dass die Linien auch bei kürzeren Taktzeiten ausgelastet wären und sich dann auch immer noch rechnen würden.
Unternehmen mit vielen Arbeitnehmern sollte die Einführung eines Firmentickets vorgeschlagen werden. Dies wird vom Unternehmen gesammelt für alle interessierten Arbeitnehmer bei ÖPNV-Unternehmen gekauft, wodurch sich erheblich günstigere Preise ergeben, die dann der Arbeitnehmer selbst zahlt (Abos mit Mengenrabatt und einzuhaltenden Kündigungsfristen liefern auch dem Unternehmen sichere Bezahlung). Hier sollte die Stadt Witten als Arbeitgeber mit vielen Beschäftigten als gutes Beispiel vorangehen. Das wäre ein großer Anreiz für viele Wittener ihre privaten PKW öfter mal stehen zu lassen und diese Tickets auch für den Wochenendbummel in der Innenstadt zu nutzen, so dass auch die Parkproblematik in der Innenstadt – vor allem für die Anwohner – entschärft würde.
In einer des weiteren verkehrsberuhigten Innenstadt käme dem ausgebauten ÖPNV auch die Aufgabe eines Shuttle-Service für auswärtige Innenstadtbesucher von strategisch im Randgebiet der Innenstadt gelegenen, günstigen Parkplätzen, zu.