Die einmalige Chance für eine Verbesserung des Innenstadtklimas nicht weiter vertrödeln, sondern beherzt nutzen!
AUF Witten beteiligt sich als überparteiliches Kommunalwahlbündnis wie jedes Jahr an der 1. Maikundgebung des DGB. Der Kampf von Arbeitern und Angestellten um ihre Existenz und den Erhalt von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen war uns immer ein Herzensanliegen.
Weltweit wird der 1. Mai 2026 als internationaler Kampftag der Arbeiter und Angestellten begangen. Er ist konfrontiert mit einer beispiellosen Aufrüstung und Vorbereitung eines dritten Weltkriegs verbunden mit der Zunahme einer weltweit sich entwickelnden faschistischen Gefahr! Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fordert von den Menschen, die Interessen der Wirtschaft über alles zu stellen, länger und mehr zu arbeiten und ihr Interesse am Erhalt einer natürlichen Umwelt zurückzustellen. So werden die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit einer kapitalistischen Ökonomie geopfert. Kriegsgewinnler, Spekulanten und Steuerhinterzieher in großem Maßstab dagegen erhalten freie Bahn.
Wir sehen in der Geringschätzung der Umweltkatastrophe eine große Gefahr, denn die Ausrichtung auf ökonomischen Konkurrenzkampf und Hochrüstung verhindert nicht nur dringend notwendige Sofortmaßnahmen zu Rettung der Umwelt, sondern arbeitet auch den Faschisten in die Hände, die mit der Leugnung der Umweltkatastrophe ihren Teil zu dieser verhängnisvollen Politik beitragen.
Bewusst stellen wir deshalb an diesem 1. Mai die überfällige Begrünung des Kornmarkts in den Mittelpunkt und unterstreichen so die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der Umweltpolitik. Dass mit einer anderen Umweltpolitik neue Arbeitsplätze geschaffen würden und eine fatale Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen abgebaut werden könnte, kann niemand ernsthaft leugnen. Dass dennoch nichts geschieht, liegt am Zynismus, dass Profite mehr zählen, als die Einheit des Menschen mit der Natur. Ohne diese Einheit kann die Menschheit auf Dauer nicht existieren, genauso wenig wie sie einen von faschistischen Regierungen geführten Dritten Weltkrieg überleben kann. Als Kommune trifft Witten hier nicht die Entscheidungen, ist aber im Gesamtsystem ein unverzichtbarer Teil, indem hier vor Ort die Finanzierung dieser Politik organisiert wird. Die enorme Verschuldung fast aller Kommunen ist kein Zufall, sondern Ergebnis der gesetzlich verankerten Rolle der Kommunen als Goldesel der Nation.
Am 1. Mai 2026 Kampf der Abwälzung der Kosten für Hochrüstung und den kapitalistischen Konkurrenzkampf auf die breite Masse der Menschen - Für Frieden, Völkerfreundschaft und Rettung der Umwelt!
Über 20 Jahre wurde in Witten wertvolle Zeit gegen die Klimakatastrophe vertan: der Kornmarkt ein versiegelter Parkplatz in einer der nachgewiesenen extremen Hitzeinseln der Stadt.
Von Anfang war nie etwas anderes geplant als eine Bebauung! Diese Pläne sind bis heute krachend gescheitert, weil alle interessierten Investoren einen Rückzieher gemacht haben. Ihre Gewinnerwartungen waren nicht zu realisieren, auch angesichts des Widerstands in der Bevölkerung.
Nun will die größte Wittener Wohnungsbaugenossenschaft Witten Mitte in die Bresche springen mit dem Bau von 32 Sozialwohnungen auf der Hälfte des Platzes, während die Resthälfte von der Stadt begrünt werden soll.
Der bestehende Widerstand soll also mit dieser Verpackung ausgehebelt werden, oder gibt es eine bessere Erklärung?
Auf unsere Frage, ob der Kornmarkt schon verkauft sei, antwortete der neue Bürgermeister Dirk Leistner, er wisse es nicht. Aber er müsse sich an den Ratsbeschluss halten, dass gebaut werden soll.
Während in vielen Städten Mitteleuropas die Zeichen der Zeit erkannt wurden und konkret mit Begrünungsprojekten am Klimaschutz gearbeitet wird, halten Ratsmehrheit und Stadtverwaltung an ihren jahrzehntealten Bebauungsplänen des als Klimahochrisiko ausgewiesenen Kornmarkts fest!
Nur passend zu den Kommunalwahlen gibt es Lippenbekenntnisse für eine grüne Stadt. Im Rat selbst gab es einen vorbehaltlosen Rückhalt für einen wirklich grünen Kornmarkt ohne Bebauung nur vom überparteilichen Kommunalwahlbündnis AUF Witten. Dafür gibt es zahlreiche Belege!
Eine Riegel-Bebauung würde die bestehenden Probleme weiter verschärfen:
Sozialwohnungen mitten in einer aufgeheizten Innenstadt ohne ausreichende grüne Ausgleichsflächen? Das ist ein Gesundheitsrisiko!
Feinstaubproblem: nach wie vor ungelöst. Eine Bebauung, die Bäume verhindert, ist hier fehl am Platz! Mit der verbliebenen Restfläche ist kein überlebensfähiges Biotop möglich. Schon der ganze Kornmarkt liegt als klimakritischer Platz größenmäßig an der Untergrenze.
Sollen dafür tatsächlich Genossenschafts- und öffentliche Gelder eingesetzt werden, nur damit das Konzept Bebauung um jeden Preis in zentraler Lage durchgesetzt werden kann? Dabei erweitern sich gerade hier Leerstände von Immobilien und Parkhäusern ständig.
Hat ein Genossenschaftsunternehmen nicht auch eine soziale Verantwortung für eine lebenswerte Umgebung? Und wäre ein Sozialwohnungsbau in randnahen Arealen nicht auch kostengünstiger und damit auch bezahlbarer für Mieter*innen?
Die Innenstadt von Witten braucht ein anderes Gesicht – das steht außer Zweifel.
Noch mehr Versiegelung und Betonklötze gehören bestimmt nicht dazu!
Kommen Sie zur nächsten Kornmarktdemo:
Samstag, 30. Mai 2026 um 11 Uhr Ecke Marktstraße/Obere Bahnhofstraße
Für ein lebenswertes Witten und eine menschenfreundliche Umweltpolitik!








