Kommt zum Internationalen Pfingstjugendtreffen

In wenigen Tagen beginn im Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen das 22. Internationale Pfingstjugendtreffen.
Nirgends gibt es ein so vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche (und auch ältere), das von den Teilnehmenden selbst auf die Beine gestellt und selbst finanziert wird.
Die internationalen Pfingstjugendtreffen sind eine Bewegung für die Zukunftsinteressen der Jugend, ein Zusammenschluss von Jugendgruppen, Jugendverbänden und Jugendvertretungen, Bands, Vereinen, Sportgruppen, Jugendhäusern, Parteien, Organisationen und zahlreichen Einzelpersonen.
Es gibt auch dieses Mal eine Vielzahl Workshops und Gesprächsrunden an der ganzen Bandbreite der Jugendbewegung: „Was tun gegen Arbeitsplatzvernichtung und Nichtübernahme nach der Ausbildung?“ eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Jugendorganisationen zum Thema „Nein zur Wehrpflicht!“ sowie Diskussionsrunden "Internationaler Umweltratschlag – mit welcher Strategie retten wir die Erde?", „Für das Recht auf freie gewerkschaftliche Betätigung & aktiv gegen das faschistische Zentrum“, „Was ist moderner Antikommunismus und moderner Faschismus?“ und vieles mehr.
Das Pfingstjugendtreffen steht auch gerade dafür zu diskutieren, wie wir die vielen Einzelkämpfe bündeln und wie eine Zukunft jenseits des Kapitalismus aussehen soll, was wir unter Sozialismus verstehen und wie wir da hinkommen: Wir brauchen eine sozialistische Jugendbewegung. Das wird auch Thema bei einer Veranstaltung mit Gabi Fechtner, der Parteivorsitzenden der MLPD, am Sonntagmorgen um 11 Uhr sein.
Die „Gesundheitsreform“ - eine hochwertige, verlässliche und bezahlbare Krankenversorgung?
Das behauptet jedenfalls die CDU. Achim Czylwick, aktiv im Kommunalwahlbündnis AUF Witten hat sich kritisch damit auseinandergesetzt. Wir dokumentieren seinen Redebeitrag zur letzten Montagsdemo:
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute sprechen wir über etwas, das uns alle betrifft: unser Gesundheitswesen. Über die Frage, ob Krankheit ein Geschäft sein darf – und darüber, wie eine Regierung uns eine unsoziale Reform als „ausgewogen“ verkauft.
Die Bundesregierung behauptet, die aktuelle Gesundheitsreform sei „ausgewogen“ und „sozialverträglich“, würde die angebliche Milliardendefizit der Krankenkassen schließen. Doch es ist eine Lüge die nur vernünftig klingen soll.
Um zu verstehen, woher die Krise des Gesundheitswesens kommt, müssen wir in die 1970er und 1980er zurückgehen. Damals wurde uns die Privatisierung des Gesundheitswesens als Wundermittel verkauft, weil die solidarische gesetzliche Krankenversicherung, wegen der „Kostenexplosion“ angeblich nicht mehr finanzierbar sei. Die Botschaft war, private Träger seien effizienter, wirtschaftlicher, moderner. Es wurde der Begriff der „Gesundheitswirtschaft“ erfunden.
Heute, Jahrzehnte später, können wir Bilanz ziehen. Statt „Privatisierung = nachhaltige Kostensenkung“, hat sich mit der Privatisierung sowohl eine Kostenexplosion, wie eine Verschlechterung der Versorgung entwickelt.
8. Mai ist Tag der Befreiung! Gegen Faschismus und Weltkriegsvorbereitung auf die Straße!

18 Uhr in Essen: Viehofer Platz bei der Haltestelle Rheinischer Platz
Vom Mittelmeer bis in den indischen Ozean breitet sich der imperialistische Krieg aus. Jede Woche ein neuer Brandherd. Jeden Tag sterben Menschen im Iran, im Libanon, in Gaza, in der Ukraine und im Sudan. Jeden Tag steigern Kriegsprofiteure ihre Gewinne. Das Ausbeutersystem Kapitalismus zeigt seine Fratze. Für den Profit sollen die Arbeits- und Ausbildungsplätze der einen vernichtet werden und an den anderen künftig Panzer und Drohnen vom Band rollen. Das Tanken wird unbezahlbar und der Staat verdient dank Mineralölsteuer kräftig mit. Immer stärker wird der gesellschaftliche Reichtum den Monopolen und ihrer Kriegswirtschaft zugeschanzt und der Bevölkerung im Gesundheitswesen, bei der Bildung, bei Rente und Sozialversicherung und mit explodierenden Mieten geraubt. Die Armut wächst weltweit an und mit steigender Inflation sind unsere Löhne Morgen noch weniger wert. Milliarden für die Aufrüstung, Wehrdienst für die Jugend und Meldepflicht für längere Auslandsaufenthalte – auch die Bundesregierung ist auf Kriegskurs! Die Gefahr eines Dritten, zweifellos atomaren Weltkrieg ist akut. Das gilt es zu verhindern! All das darf so nicht weiter gehen!
Setzen wir am 8. Mai, am Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus, am Tag der Beendigung des II. Weltkriegs unser eigenes Signal! Beteiligt euch an den Schulstreiks gegen diese Wehrpflicht am Vormittag. Und kommt zur bundesweiten Demonstration um 18 Uhr zum Viehofer Platz in Essen.
Leserbrief zum WAZ-Artikel "Iran-Krieg gibt dem ZF-Standort Witten Rückenwind"
Von Achim Czylwick, langjähriges und aktives Mitglied in AUF Witten, hat zu dem in der Wittener WAZ erschienenen Artikel Ausgerechnet Iran-Krieg gibt dem ZF-Standort Witten Rückenwind in dem nachfolgenden Leserbrief Stellung bezogen. Dieser wurde den Lesern bedauerlichweise vorenthalten, da kritischen Meinungen offenbar nicht erwünscht sind.
Die Behauptung, der Iran-Krieg würde Unternehmen wie ZF „Rückenwind“ verschaffen, ist an Zynismus kaum zu überbieten. Dieser Krieg bedeutet zerstörte Städte, tausende Tote, Millionen Vertriebene – und unermessliches Leid. Wer darin ernsthaft einen ökonomischen Vorteil rechtfertigen will, hat jeden moralischen Maßstab verloren.
Hier zeigt sich eine Denkweise, die Krieg als legitimes Mittel im internationalen Konkurrenzkampf begreift. Militärische Eskalation wird nicht als Katastrophe benannt, sondern als Konjunkturprogramm umgedeutet. Das ist nichts anderes als die ideologische Begleitmusik zu einer Politik der Aufrüstung – auch in Deutschland.
Bezahlt wird diese Politik nicht von „der Wirtschaft“, die verdient Milliarden, sondern von der Gesellschaft: durch Kürzungen im Sozialstaat, durch wachsende Unsicherheit und durch eine Spirale der Militarisierung. Das führt garantiert zum Gegenteil von Frieden noch Wohlstand.
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