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Nachruf: Wir trauern um unseren Freund und Mitglied, Hubertus Börger († 95 Jahre)

Veröffentlicht: Montag, 11. Januar 2021
Hubertus Börger, († 95 Jahre)
Nachruf
Wir trauern um unser Mitglied und unseren Freund Hubertus Börger, der am 6. Januar 2021 kurz vor seinem 96. Geburtstag nach kurzer, nicht coronabedingter Krankheit im Altenheim verstorben ist.
Hubertus Börger war ein wacher und kritischer Geist mit einer robusten Konstitution, die er mit zahlreichen Aufenthalten in freier Natur immer wieder bis ins hohe Alter unter Beweis stellte. Bis vor kurzem lebte er noch selbständig in einer kleinen Mietwohnung.
Wir kennen Hubertus als konsequenten und unermüdlichen Teilnehmer bei vielen Demonstrationen, Kundgebungen und politischen Veranstaltungen, wo er auch immer wieder das Wort ergriff und mit seinen Schlußfolgerungen vor allem aus seinen Weltkriegserfahrungen beeindrucken konnte.
Er war gerne und regelmäßig zu Gast bei Feiern, Jubiläen und anderen kulturellen Gelegenheiten und trug mit Weinspenden und anderer Unterstützung zum Gelingen bei. Unvergesslich seine Feier zum 95. Geburtstag zusammen mit zwei weiteren Jubilarinnen, wo er seinen hellen Tenor erklingen ließ.
Bis auf die wenigen Krankheitswochen war er fester Bestandteil der Montagsdemo und der Demonstrationen für einen grünen Kornmarkt. Er kandidierte auch zur letzten Kommunalwahl, um damit den Gedanken der überparteilichen Zusammenarbeit auf antifaschistischer Grundlage zu unterstützen. Sein Motto: wer sich für die Jugend und ihre Zukunft einsetzt, bleibt jung. So war er auch als ältester Teilnehmer am rebellischen Musikfestival an Pfingsten 2018 mit eigenem Zelt dabei.
In vielen Gesprächen brachte er zum Ausdruck, was für uns wie sein Vermächtnis sein wird. Wir brauchen eine andere Ökonomie, sagte er. Statt der Ökonomie der Konkurrenz, die Ökonomie der Solidarität. Statt der Ökonomie der Ausbeutung von Mensch und Natur, die Ökonomie der Fürsorge und Nachhaltigkeit. Statt der Ökonomie des Krieges und der Eroberung eine Ökonomie des Friedens und des friedlichen Zusammenwachsens der Menschheit. Kurz gesagt, eine Ökonomie des Sozialismus statt des Kapitalismus.
Wohin Macht und Profitstreben führen, hat er selbst im Weltkrieg erlebt. Wir handeln ganz in seinem Sinne, wenn wir uns tagtäglich dafür einsetzen, dass solche unseligen Erfahrungen künftig der Vergangenheit angehören.

Im Auftrag des Vorstandes und der Mitglieder von AUF Witten
Romeo Frey

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