Der Kampf um jeden Arbeitsplatz bei DEW bleibt auf der Tagesordnung!

Diana Vöhringer, Mitglied im Vorstand von <i>AUF Witten</i>, unterstützt die DEW Kollegen in ihrem Kampf gegen Lohnkürzungen und Entlassungen
Diana Vöhringer, Mitglied im Vorstand von AUF Witten, unterstützt die DEW Kollegen in ihrem Kampf gegen Lohnkürzungen und Entlassungen

Letztes Jahr wurde den Kollegen im Edelstahlwerk (DEW) ein sogenannter Sondertarifvertrag aufs Auge gedrückt, der eine Kürzung von 75% ihres Weihnachtsgeldes vorsah. Dieser war vorher in Geheimverhandlungen von Betriebsrats und örtlicher IGM-Führung ausgehandelt worden. Die Belegschaft wurde regelrecht erpresst mit der Drohung, dass sonst Arbeitsplätze abgebaut werden müssten.

Hat ja gut geklappt! Mit der Faust in der Tasche verzichteten die Kollegen auf ihr Weihnachtsgeld, es sollte ja eine Sondermaßnahme sein.

Doch damit nicht genug: in diesem Jahr soll es jetzt das ganze Weihnachtsgeld sein, und gleich für die nächsten zwei Jahre!

Die DEW-Kollegen sind stinksauer und wollen das so nicht hinnehmen. 70 Vertrauensleute stürmten deshalb bereits am 30.08. die IGM-Betriebs­rätekonferenz. Das freute ihre Kollegen im Werk sehr und fordert sie auch heraus, selbst aktiv zu werden.

Denn DEW droht den Kollegen gleichzeitig mit Abbau von Arbeits- undAusbildungsplätzen, ja sie stellen sogar den ganzen Standort in Frage.

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Weg mit Strafanzeigen und Abmahnungen gegen Arbeiterpolitik – Solidarität ist stärker

AUF Witten berichtet bereits mehrfach über das Vorgehen von Opel Bochum bei ihrem Vorgehen zusammen mit der Stadt Witten und der Polizei gegen die Infostände der MLPD zu den Betriebsversammlungen im Saalbau. Nun findet die Gerichtsverhandlung gegen Clemens Böttigheimer wegen "Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" statt. Dazu hat die MLPD Bochum folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Angesichts immer neuer Enthüllungen über das Kartell der Autokonzerne und zunehmender Protestaktionen in den Auto-Belegschaften wird das Opel-Management zusehends nervös.

Am 3. August findet um 10:45 Uhr im Amtsgericht Witten der Prozess „Opel gegen Clemens Böttigheimer“ statt. Drei Mal hat die Personalchefin von Opel, Frau Koslowski, bereits die Polizei geholt, um Infotische der Internationalistischen/Liste MLPD vor Betriebsversammlungen auf öffentlich zugänglichem Gelände des Saalbau Witten abräumen zu lassen. Bei der Betriebsversammlung am 17.9.16 kam es vor den Augen der Opelaner zu einem aggressiven Polizeieinsatz. Aber angeklagt wird der Kollege Clemens Böttigheimer, „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ geleistet zu haben. Die MLPD protestiert entschieden gegen diese Verdrehung aller Tatsachen und erklärt ihre Solidarität mit dem Kollegen Böttigheimer. Dieser Prozess reiht sich ein in eine ganze Serie der Repression von Opel.

Wir möchten Euch bitten in euren Möglichkeiten zur Solidarität mit Clemens Böttigheimer beizutragen.

Nachfolgend die Zusammenfassung der Ereignisse

Opel und die Demokratie

Anmerkung der Redaktion: Am 17.9. führte die MLPD Bochum einen Infostand zur Betriebsversammlung von Opel Bochum auf dem Vorplatz des Saalbau durch. Was sich dort ereignete, erfahren Sie aus nachfolgender Pressemitteilung, die auch uns übersandt wurde. AUF Witten erklärt sich solidarisch und fordert weitere Aufklärung.

Ultimativ forderte die Personalchefin Koslowski als Mitglied der Opel-Geschäftsleitung, den Infostand der MLPD vor der Opel Belegschaftsversammlung am 17.9. im Saalbau-Witten zu verhindern. Die Verteiler haben sich diesem Diktat nicht gebeugt. Sie haben sich das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit nicht nehmen lassen.

Der Verantwortliche für den Saalbau rief die Polizei. Der Polizeihauptkommissar Gampe reagierte äußerst aggressiv:er riss einem Verteiler die Rote-Fahne-Magazine aus der Hand.

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Deputat-Kohle: Die inszenierte Schlagzeile

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Veranstaltung von Kumpel für AUF und AUF Gelsenkirchen zum Deputat mit Daniel Kuhlmann (rf-foto)
Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Veranstaltung von Kumpel für AUF und AUF Gelsenkirchen zum Deputat mit Daniel Kuhlmann (rf-foto

25.11.16 - Wer gestern morgen die Zeitung aufschlug, stieß – zumindest in Nordrhein-Westfalen – auf die Schlagzeile "Kein Dauer-Anspruch auf Kohlelieferung". Interessant ist vor allem die Geschichte hinter dieser Schlagzeile.

Die sogenannte Deputat-Kohle ist für aktive Bergleute ein Lohnbestandteil, für viele Bergbau-Rentner und gegebenenfalls ihre Witwen ein verbriefter Rentenanspruch – er wird in Kohle oder Geld ausbezahlt.¹ Die Ruhrkohle AG (RAG) versucht seit Jahren diesen Rentenanspruch der Bergleute und ihrer Familien loszuwerden – über 155.000 Menschen vor allem im Ruhrgebiet und im Saarland sind betroffen. Gemeinsam mit der IGBCE-Spitze wurde dazu ein Tarifvertrag hinter dem Rücken der Kumpel ausgehandelt. Der lebenslange Anspruch soll nach diesem Vertrag durch eine – viel niedrigere – Einmalzahlung abgegolten werden. Nachdem bereits in den Jahren vorher zehntausende Bergleute mit anderen Verträgen um diesen Anspruch gebracht wurden. Viele ehemalige Bergleute wissen bis heute nichts von diesem Vorgang, weil sie nicht informiert wurden.

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2017  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern