Fukushima-Jahrestag: Wir schließen das AKW Brokdorf

Foto: Pay Numrich, entnommen von contratom.de
Foto: Pay Numrich, entnommen von contratom.de

Heute früh haben Aktivist*innen von ContrAtom, Robin Wood und der BI Kiel gegen Atomanlagen die Schließung des Atomkraftwerks Brokdorf selbst in die Hand genommen und verhindern die Arbeiten zum Wiederanfahren des Reaktors. Seit den frühen Morgenstunden sind die beiden Einfahrten des AKW nicht mehr passierbar. Die Aktivist*innen fordern anlässlich des Fukushima-Jahrestages die sofortige Schließung aller Atomanlagen weltweit. In den letzten Wochen war während der Revision des AKW Brokdorf herausgekommen, dass die Brennelemente außergewöhnlich starke Oxidschichten gebildet hatten.

Daran wird wieder einmal deutlich, dass niemand die Prozesse im Reaktor auch nur nachvollziehen kann – auch vor diesem Hintergrund ist es ein Skandal, die Abschaltung des von PreussenElektra (vormals E.ON Kernkraft GmbH) betriebenen Kraftwerks auf 2021 zu datieren. Von Atomausstieg kann nicht die Rede sein, wenn das AKW durch den sogenannten Normalbetrieb Tag für Tag die Umwelt radioaktiv verseucht, bis 2021 weiter Atommüll produziert und die dauernde Gefahr eines Unfalls mit unbeherrschbarer Freisetzung radioaktiver Stoffe besteht.

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Wasserbälle blockieren Brennelementefabrik in Lingen

Blockade vor der Brennelemente Fabrik in Lingen. Text auf dem Transparent übersetzt: Lasst das Uran im Boden! - Bild von http://weltweit.nirgendwo.info
Blockade vor der Brennelemente Fabrik in Lingen. Text auf dem Transparent übersetzt: Lasst das Uran im Boden! Bild von http://weltweit.nirgendwo.info

Seit dem frühen morgen blockieren ca. 25 Aktivist_innen die Brennelementefabrik der Firma ANF/AREVA in Lingen. Mit 150 gelben Wasserbällen wollen die Aktivist_innen verdeutlichen, wie sich radioaktive Strahlung verteilt, überall und unkontrollierbar. Der aktuelle Anlass ist die Tatsache, dass die Firma, die  Brennelemente für AKWs in aller Welt produziert, auch die Pannenreaktoren in Doel, Fessenheim und Cattenom beliefert.

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Stoppt den Atommüll-Export!

Stoppt den Atommüll-Export457 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll sollen demnächst in die USA verschoben werden. Eine entsprechende Absichtserklärung haben das US-Energieministerium und das Bundesforschungs- sowie das NRW-Wissenschaftsministerium im April 2014 unterzeichnet – ein gefährlicher Präzedenzfall und Tabubruch gleich in mehrfacher Hinsicht.

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Steinfurt / Münsterland: Prozess gegen Uranzug-StopperInnen beginnt

Menschen die sich für den Erhalt der Umwelt einsetzen und gegen Atomkraft protestieren, werden hier kriminialisiert. Bild von: nirgendwo.info/steinfurt
Menschen die sich für den Erhalt der Umwelt einsetzen und gegen Atomkraft protestieren, werden hier kriminialisiert. Bild von: nirgendwo.info/steinfurt

Ein Uranmülltransport aus der Urananreicherungsanlage in Gronau wurde 2012 durch Ankett- und Kletteraktionen aufgehalten. Zwei Personen, die sich an der Bahnstrecke zwischen Gronau und Münster angekettet hatten, wird Störung öffentlicher Betriebe vorgeworfen. Ein erster Verhandlungstag im August 2013 endete mit einer Aussetzung, der Prozess vor dem Amtsgericht Gronau beginnt am 9. Mai erneut.

„Bei diesem Prozess soll es darum gehen, den Widerstand gegen die Urananreicherungsanlage in Gronau einzuschüchtern“, erklärt Christof Neubauer, einer der beiden ehrenamtlichen Verteidiger, die Gründe für die Anklage. „Das wird nicht gelingen, denn so lange die Anlage läuft werden Menschen dagegen auf die Straße gehen“.

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2017  AUF Witten - Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern