Für ein kinderfreundliches Witten |
| Für ein Kinderfreundliches Witten |
| Freitag, den 27. August 2010 |
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„Willst du wissen, ob eine Stadt lebens- und liebenswert ist, dann schau, was sie für ihre Kinder tut!“ Dies ist die Überschrift eines Aufrufes von AUF Witten zu einer Protestaktion gegen die kinderfeindliche Politik der Wittener Stadtführung. Viele Wittener ärgern sich darüber, wie wenig für die Kinder getan wird.
Keine SpielgeräteSind wir bald wieder im Mittelalter? Offensichtlich schämen sich die Stadtoberen, voran die Bürgermeisterin, überhaupt nicht dafür, obwohl sie stolz sind, dass Witten fast noch eine Großstadt ist. Es sieht so aus, dass das Wohl der Kinder ziemlich weit hinten auf ihrer Prioritätenliste steht. Das sieht man auf einen Blick, wenn man durch die Fußgängerzone geht, die ja ein Aushängeschild für jede Stadt ist. Vom Rathausplatz bis zur unteren Bahnhofstraße gibt es kein einziges Spielgerät für Kinder, geschweige denn einen Spielplatz. Angeblich kein Geld Warum eigentlich nicht? Für ganz Witten werden nur elf „attraktive Spielflächen“ im Internet ausgewiesen, und das für über 10.000 Kinder! In Heven, Herbede und Rüdinghausen gibt es jeweils nur eine, in Stockum, Düren und Bommern gar keine. In ganz Witten gibt es nur sechs Skaterflächen. Auf Anfrage bei der Stadt hieß es: „Das hat was mit den leeren Kassen zu tun. So ein Spielplatz muss ja auch regelmäßig gewartet werden, dazu braucht man wiederum Arbeitsplätze ...“ Wie wäre es denn, wenn die Stadtführung ihr Engagement für die Banken, die sie mit Zinszahlungen in Millionenhöhe bedient, zügeln und die notwendige Verantwortung für die Kinder ihrer Stadt aufbringen würde? Protestaktion nötigAber darauf können wir wohl nicht bauen. Es ist notwendig, dass protestiert wird, gegen die Kürzungen im Kinder- und Jugendbereich und für eine kinderfreundliche Stadt. Das müssen die Betroffenen selbst in die Hand nehmen: Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern! Einfach mitmachen!Gemäß diesem Motto von AUF Witten soll die Protestaktion von möglichst vielen Wittenern, die Verantwortung für unsere Kinder und damit unsere Zukunft empfinden, getragen werden. Wer aktiv mitmachen möchte, kann sich direkt an unsere Kontaktadresse wenden. Die Aktion selbst könnte in der Woche vor den Herbstferien stattfinden. Bis dahin ist noch genug Zeit für eine gute Vorbereitung. Bis jetzt gibt es den Vorschlag, auf dem Rathausplatz einen fiktiven Spielplatz zu gestalten, verbunden mit Handzetteln und Schildern und einer Unterschriftensammlung. Aber es gibt sicher noch viele andere Ideen! Meldet euch! Groß und klein sind aufgerufen, ganz besonders Jugendliche! Dieser Beitrag entstammt aus Witten im AUFbruch 3/2010: |

Und es wird immer weniger! Nun soll schon wieder eine Grundschule geschlossen werden. Immer mehr Kindern wird zugemutet, wie zu Urgroßmutters Zeiten lange Wege zur Schule zurück zu legen.