Bezirksregierung hat sich eingeschaltet
von Herbert Schlüter, Umwelt-AG von AUF Witten
Die Ruhrstraße ist und war immer schon ein Nadelöhr, bedingt durch bestehende hohe und enge Wohn- und Geschäftsbebauung. Sie bietet kaum Raum als Frischluftschneise. Der täglich zunehmende Durchgangsverkehr von PKWs und LKWs mit ihren Abgasemissionen (CO2) stellen eine große gesundheitliche Gefahr dar.
Eine solche Luftverschmutzung macht Menschen dauerhaft krank, insbesondere Säuglinge, Kleinkinder und alte Menschen. Besonders betroffen sind Menschen mit Atemwegserkrankungen. Wir von der Umwelt AG in AUF Witten haben die Überlegungen der Bezirksregierung ernst genommen, die kürzlich vorschlug, mit einer Umwandlung der Ruhrstraße zur Fußgängerzone wieder zu sauberen Luftverhältnissen zu gelangen.
Keine Bebauung des Kornmarktes
Wir von AUF Witten sind auch dagegen, dass der an die Ruhrstraße angrenzende Kornmarkt nach der Verlegung des Busbahnhofs zum Hauptbahnhof bebaut wird.
Wir brauchen kein zweites Celestianbauwerk. Gern würden wir sehen, dass  der Kornmarkt mit seinen städtehistorischen Relikten Johanniskirche, Bruchsteinmauer und das alte gut restaurierte Fachwerkhaus als Blickfang erhalten bleiben.
Auch möchten wir auf dem Kornmarkt entlang der Ruhrstraße eine weitere Begrünung mit heimischen Sträuchern, Bäumen und Pflanzen. Unsere Gedanken dabei sind, den Kornmarkt in ein grünes Zentrum der Innenstadt umzuwandeln. So erreichen wir nicht nur ein schönes innerstädtisches Ambiente, sondern auch eine natürliche CO2-Filterung und frische Luft zum Atmen. Außerdem ergäbe sich so eine Verbindung der City mit dem Grünzug Nord und dem Stadtpark.
Chancen nutzen
Auch möchten wir gerne den Kornmarkt in eine Oase des Wohlfühlens für Jung und Alt mit Veranstaltungsfläche (Konzertmuschel), Sitzgelegenheiten zum Ausruhen und Relaxen verwandeln.
Als Mittelpunkt des Kornmarktes könnten wir uns vorstellen, den Sackträgerbrunnen als historisches Wahrzeichen sichtbar aus seiner Abgeschiedenheit wieder ins rechte Licht zu setzen.
Für ein kinderfreundliches Witten
Ein weiteres Ziel unserer politischen Arbeit ist die Zukunft und Gegenwart unserer Kinder in Witten und hier natürlich auch Spielmöglichkeiten für Kinder. AUF Witten möchte mit interessierten Wittenerinnen und Wittenern eine Protestaktion unter dem Motto: „Um uns selbst müssen wir uns selber kümmern“ gegen die Kinderfeindlichkeitstarten,um mehr Zukunftsperspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten (z.B. Spielmöglichkeiten auf dem Kornmarkt) zu erreichen.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass das, was man in frühen Jahren bei den Kindern säht, als Früchte von Morgen gesehen werden kann, nicht nur im Spiel, sondern auch in der Bildung und Weiterbildung.
Es kann nicht angehen, dass die Zukunft unserer Kinder vom Kapital und den Vorteilen bestimmter Personen abhängig ist. Kinder sind eine vernachlässigte Personengruppe, obwohl sie die Zukunft unserer Gesellschaft repräsentieren.
Finanzierung möglich
Nun kann man sagen, dass das ganze Vorhaben aus Sicht der hohen Schuldenlast mit ihren astronomischen Zinszahlungen nicht zu verwirklichen sei. Dazu möchte AUF Witten sagen, dass das immer wieder geforderte Zinsmoratorium umgesetzt werden sollte. Das bedeutet, sämtliche Zinszahlungen an die Banken auszusetzen.
Leider wurde diese Forderung hämisch belächelt und als nicht machbar abgewunken, obwohl die Banken die eigentlichen Nutznießer dieser Verschuldung sind.
Wir denken, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, nur müsste dieser von der Stadtspitze (Bürgermeisterin, Kämmerer) auch gegangen werden. Schon die 4,2 Millionen € aus Überschüssen der Stadtwerke wären ein Anfang.
Stoppt den Ausverkauf unserer Stadt!
Dieser Beitrag entstammt aus Witten im AUFbruch 3/2010:
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